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Nach Unglück von Burgrain: Nur Sanierung von Schienen bringt echte Sicherheit

Kommentar

Schadhafte Schwellen an Bahngleisen: Im Zweifel für die Sicherheit

Josef Karg
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    Ein auseinandergeschnittener Waggonteil wird nach dem tödlichen Zugunglück vom Laster gehoben und gelagert.
    Ein auseinandergeschnittener Waggonteil wird nach dem tödlichen Zugunglück vom Laster gehoben und gelagert. Foto: Angelika Warmuth, dpa

    Wer regelmäßig mit einer Regionalbahn unterwegs ist, dem dürfte dies bekannt vorkommen. Plötzlich geht es nur mehr im Schneckentempo voran. Die Bahn nennt das: Langsamfahrstelle. Trifft ein Zug auf eine dieser sanierungsbedürftigen Stellen, bremst er ab. 

    Das ist nicht im Sinne der Bahnreisenden, aber besser, als diese Schwachstellen zu ignorieren. Natürlich, es ist nichts Neues: Hinterher ist man immer schlauer. Wenn aber vermeidbare Fahrlässigkeit Menschenleben kostet, ist das fatal. Positiv ist im Nachgang des Zugunglücks von Garmisch-Partenkirchen nur, dass es offenbar sauber und transparent analysiert worden ist.

    Sicherheitsbedenken halten Bahnreisende fern

    Aber jetzt gilt es auch, die richtigen Schlüsse zu ziehen und eine effektivere Sanierungsstrategie der Strecken vorzunehmen. Bei der Bahn muss man zudem erkennen, dass Streckensicherheit der falsche Ansatzpunkt ist, um sich gesund zu sparen: An der Sanierung von Schienen zu sparen oder sie nicht rechtzeitig organisiert zu bekommen, heißt eben, Tote in Kauf zu nehmen.

    Man kann nur hoffen, dass sowohl echte sicherheitsstrategische Verbesserungen vorgenommen werden, als auch das Tempo der Sanierungsarbeiten zügiger wird. Denn immer mehr Menschen wenden sich von der Bahn ab - und nicht nur, weil viele Züge notorisch unpünktlich sind, sondern, weil es bei so manchen zumindest gefühlte Sicherheitsbedenken gibt. Dabei sind Züge trotz tragischer Unglücke nach wie vor eines der sichersten Verkehrsmittel.

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