Gar nicht so einfach, diesen Neuzugang zu fotografieren. Denn die ersten Wochen verbringen Faultier-Babys eng an den Bauch ihrer Mutter geklammert. Der Münchner Tierpark Hellabrunn hat in einer Pressemitteilung mit dem bisher einzigen Foto verkündet, dass es Nachwuchs bei den Faultieren gibt. Erst vor wenigen Tagen ist ein Jungtier auf die Welt gekommen. Das Erste seit drei Jahren.
Die Faultiere zählen zu der Familie der zahnarmen Säugetiere und sind mit den Ameisenbären und Gürteltieren verwandt. Sie leben normalerweise in den tropischen Regenwäldern von Mittel- und Südamerika. Ihr bevorzugter Ort sind Baumwipfel. Bekannt sind Faultiere für ihre langsamen Bewegungen. Das hat mit dem geringen Nährwert ihrer Nahrung zu tun. Das inspirierte bereits Filme wie „Zoomania“, die das Faultier zum Star machten.
Tierpark Hellabrunn: Faultierfamilie hat Nachwuchs bekommen
Davon weiß das kleine Faultier nichts. In luftiger Höhe verschläft es den Großteil seines Tages. Für Faultiere ist das übrigens normal. 15 bis 20 Stunden täglich ruhen sie. Rechnet man das auf ihre Lebenserwartung von bis zu 40 Jahren hoch, so verschlafen sie etwa 34 Jahre ihres Lebens, schreibt der Tierpark.
Wer Glück hat, könnte in den kommenden Wochen bereits einen ersten Blick auf den Nachwuchs erhaschen. Dafür braucht es jedoch Geduld und scharfe Augen. Jungtiere beginnen erst mit etwa drei bis fünf Monaten, ihre Umgebung zu erkunden. Dann stehen die Chancen höher, das Kleine zu entdecken. Aktuell lebt die Familie zu dritt im Nashornhaus.
Faultiere: Lebensräume werden zunehmend zerstört
Um welches Geschlecht es sich handelt, ist unklar. Denn dies aufgrund äußerer Merkmale festzustellen, ist kaum möglich. Dazu bedarf es einer medizinischen Untersuchung, teilt Hellabrunn mit. Das sei jedoch aktuell nicht nötig. Geschlechtsreif werden Weibchen mit etwa drei Jahren, Männchen mit vier bis fünf Jahren.
In der Wildnis sind Faultiere bedroht. Abholzungen, Plantagen und menschliche Siedlungen zerstören ihren Lebensraum. Hinzu kommen die Auswirkungen der Klimakrise und der illegale Wildtierhandel. Auch Stromleitungen stellen eine tödliche Gefahr für die friedlichen Tiere dar, die sich daran entlang hangeln.
Im Münchner Geo-Zoo ist die Rote-Panda-Dame Yoko eingezogen. Die Hoffnung auf Nachwuchs ist groß. Die Panda-Politik Bayerns sorgt aber auch für Kritik.
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