In der Nacht auf Donnerstag hat es erneut geschneit und in Teilen Bayerns soll es auch den Tag über nicht aufhören. Der Neuschnee und die daraus resultierende Glätte haben für viele Unfälle und Verkehrsprobleme im Freistaat gesorgt. In mehreren Städten wurde der Busverkehr eingestellt.
Das Polizeipräsidium Schwaben Nord in Augsburg hat von Mitternacht bis zehn Uhr 71 Unfälle in der Region registriert. Während desselben Zeitraums waren es am Vortag ohne Schnee 30 Unfälle, teilte Polizeisprecher Martin Karle unserer Redaktion mit. Nicht alle Unfälle seien Glätte-Unfälle. Der schwerste Unfall in der Region ereignete sich auf der Kreisstraße A30 zwischen Graben und Schwabmünchen, bei dem ein 37-Jähriger schwer verletzt wurde.
68-jähriger Mann stürzt in Dachau auf Glatteis und stirbt im Krankenhaus
Auch auf der Autobahn A8 kam es zu Unfällen und Verzögerungen durch den Schnee. Zwischen Zusmarshausen und Jettingen-Scheppach verlor ein Fahrer die Kontrolle über sein Auto, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und krachte mit seinem Auto gegen die Leitplanke. Wegen des Unfalls staute sich der Verkehr am Vormittag in Fahrtrichtung München.
Bei Sulzemoos im oberbayerischen Landkreis Dachau blieben zwei Lkw wegen des Schnees in der Autobahnausfahrt liegen und blockierten diese. In der Stadt Dachau endete der Sturz eines 68-Jährigen auf vereistem Boden tragisch. Der Mann starb im Krankenhaus. Im Landkreis Landsberg kam es zu fünf Unfällen. Dabei wurden zwei Personen verletzt.
In manchen Regionen Frankens musste der Busverkehr eingestellt werden
In Niederbayern kam es laut einer Mitteilung des in Straubing ansässigen Polizeipräsidiums bis etwa acht Uhr morgens zu rund 25 Verkehrsunfällen. Insgesamt wurden fünf Personen verletzt. In der angrenzenden Oberpfalz registrierte die Polizei insgesamt 50 Unfälle seit Mittwochabend. Dabei sind bislang ebenfalls fünf Personen verletzt worden.
In den Städten Würzburg, Bamberg und Bayreuth sowie im Landkreis Kitzingen wurde der Busverkehr vorübergehend eingestellt, berichtete der Bayerische Rundfunk. Diese Gebiete waren, wie viele Teile der drei fränkischen Regierungsbezirke, auch schon am vergangenen Montag stark von dem Winterwetter betroffen.
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