Die Weihnachtszeit gehört für Paketboten zu den stressigsten Tagen im Jahr. Nicht alle Pakete schaffen es wegen der Anzahl an Sendungen rechtzeitig unter den Weihnachtsbaum. Doch ein Lieferant soll einige der ihm anvertrauten Pakete vor der Bescherung unterschlagen haben. Wie die Polizei berichtete, wurde der Mann am Dienstag, 16. Dezember, in Niederbayern erwischt, als er in Richtung Österreich fuhr. Zuerst hatten die Passauer Neue Presse und der Bayerische Rundfunk berichtet.
Niederbayern: Paketbote mit mutmaßlich unterschlagenen Paketen erwischt
Wie die Polizei mitteilte, fiel der 26-jährige Paketbote am Dienstag gegen 12.30 Uhr bei einer Kontrolle auf Höhe Kirchdorf am Inn im Landkreis Rottal-Inn auf. Polizeibeamte der Grenzpolizeigruppe Simbach am Inn führten dort eine Schleierfahndung durch. Der Mann befand sich auf der B12 von München in Richtung Österreich, als er kontrolliert wurde. Dabei fanden die Beamten zahlreiche Pakete in dem Auto des 26-Jährigen. Dieser konnte jedoch nicht nachweisen, woher die Waren kommen.
Bei der Kontrolle wurden unter anderem Alkohol, Spielzeuge und Kosmetik gefunden. Insgesamt, so die Polizei, transportierte der Mann Waren im Wert von mehreren Tausend Euro.
Nach mutmaßlichem Paketklau: Polizei findet einen der geschädigten Eigentümer
Laut Angaben der Polizei habe der 26-Jährige für ein Transportunternehmen gearbeitet, das im Auftrag eines bekannten Online-Versandhandels Pakete ausliefere. Deshalb gehen die Beamten davon aus, dass es sich bei den gefundenen Waren um Bestellungen von Kunden des Händlers handele. Die Polizei stellte die Waren sicher und ermittelt weiter gegen den Paketboten. Zudem läuft gegen den Mann nun ein Verfahren wegen Unterschlagung.
Bislang wurde eine Geschädigte aufgefunden. Sie hatte eine Heißluftfriseuse bestellt, welche nun bei dem 26-Jährigen gefunden wurde. Die Frau gab an, dass sich ihre Bestellung noch im Verteilerzentrum befinden sollte. Dennoch ist sicher, dass es sich bei der gefundenen Fritteuse um ihre bestellte Ware handelt.
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