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Verdi: Streiks im ÖPNV in Bayern drohen

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„Massive Warnstreiks“: Nach gescheiterter Verhandlungsrunde drohen Folgen für den ÖPNV

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    In den kommenden Wochen könnte es in Bayern zu Warnstreiks kommen.
    In den kommenden Wochen könnte es in Bayern zu Warnstreiks kommen. Foto: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

    Im öffentlichen Nahverkehr in Bayern könnte es in den kommenden Wochen zu Warnstreiks kommen. Betroffen wären Busse, Straßen- und U-Bahnen. Am Montag, 19. Januar, hatte in Nürnberg die erste Verhandlungsrunde für das Personal des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Bayern begonnen. Es geht dabei laut BR24 um rund 10.000 Beschäftigte mit Tarifvertrag, und Verdi zufolge um mehr als 20 Betriebe des ÖPNV in Bayern. Die Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Wie am Dienstag, 20. Januar, bekannt wurde, haben die Gespräche ohne Ergebnis geendet. Das war erwartbar, der Forderungskatalog ist lang. Mit einer schnellen Einigung rechnete kaum jemand. Nun kündigte Verdi im Streit um höhere Löhne und geringere Arbeitszeiten „massive Warnstreiks“ an. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur. Man sehe „keine andere Möglichkeit, die Arbeitgeber in Bewegung zu bringen“, so Verdi.

    Verdi: Bessere Arbeitsbedingungen für Tarifbeschäftigte im ÖPNV Bayern

    Die nächste Verhandlungsrunde ist am 13. Februar geplant. Bis dahin drohen den Menschen des Freistaats Warnstreiks. Ein genauer Termin sei noch nicht geplant, teilte Verdi weiter mit. Konkret geht es um folgende Forderungen:

    • Erhöhung der Gehälter um 668,75 Euro
    • Arbeitszeit bei 35 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich (aktuell: 38,5 Stunden)
    • Sonntagszuschlag von 30 Prozent
    • Mindestruhezeit von elf Stunden
    • Wegzeiten sowie Vor- und Abschlussarbeiten, etwa Reinigung und Instandhaltung von Fahrzeugen und Infrastrukturen, sollen vollständig als Arbeitszeit vergütet werden

    Tarifrunde in Bayern: Arbeitgeberverband weisen Forderungen zurück

    Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) Bayern wiederum hält die Forderungen für nicht realisierbar. In einer Mitteilung vom 14. Januar hieß es, dass diese „einer konstanten Finanzierungslücke bei den kommunalen Nahverkehrsunternehmen und einer immer schwierigeren Haushaltslage der Kommunen gegenüberstünden“. Zudem würde es die finanziellen Möglichkeiten der Kommunen übersteigen. Als Gegenangebot stellte die Arbeitgeberseite nun eine Erhöhung der Tarifgehälter um mindestens fünf Prozent in zwei Schritten vor. Die Ausbildungsgehälter sollen in zwei Schritten um insgesamt 150 Euro steigen, jeweils bei einer Laufzeit bis Ende 2027.

    Verdi-Branchenkoordinatorin für Busse und Bahnen in Bayern, Katharina Wagner, nennt das Angebot „Lichtjahre von einer kompromissfähigen Einigung entfernt.“

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