München ist eine Pendler-Hochburg. Täglich fahren laut des Landesamts für Statistik rund eine halbe Million Menschen zu ihrem Arbeitsplatz in der bayerischen Hauptstadt. Mit dieser Zahl liegt . Während viele Pendler, gerade im ländlichen Raum, auf das Auto als Fortbewegungsmittel setzen, sind andere auf den Zug- und Bahnverkehr angewiesen.
Nun soll München einen neuen Regionalbahnhof bekommen, um die Wege zu verkürzen und Umsteigebahnhöfe zu entlasten. Das geht aus dem aktuellen Dokument „Planungs- und Realisierungsvertrag“ hervor, das der Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn zu Beginn dieser Woche unterzeichnet haben. Die Bayerische Staatsregierung schreibt in einer aktuellen Pressemitteilung, dass die neue Regionalzughaltestelle wie „eine zusätzliche Arterie im Münchner Verkehrsnetz“ wirken soll.
Neuer Regionalbahnhof in München für Pendler aus Chiemgau und Rosenheim
„Das ist ein starkes Signal für die moderne und umweltfreundliche Mobilität in der bayerischen Landeshauptstadt. Mit dem heutigen Vertrag legen wir als Freistaat die Grundlage für eine bessere Verknüpfung des Nahverkehrs auf der Schiene im Großraum München“, sagt Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter. Gemeint ist der ehemalige Bahnhof Süd. Durch den neuen Zwischenhalt sollen Pendlerinnen und Pendler eine direkte Verbindung zu den U-Bahnlinien U3 und U6 im Bahnhof Poccistraße erhalten. Und das bereits bis Anfang der 2030er-Jahre, so das bayerische Bauministerium.
Besonders attraktiv wird der neue Halt für Pendlerinnen und Pendler aus Rosenheim, dem Chiemgau und Mühldorf, heißt es auf der Internetseite des Projekts. Der neue Südbahnhof soll zudem stark frequentierte Umsteigeorte wie den Ostbahnhof, Hauptbahnhof und den Marienplatz entlasten und das Stadtviertel besser an den Regionalverkehr anbinden. „Ich freue mich, dass mit dem Vorhaben ‚Regionalzughalt Poccistraße‘ künftig die Erschließung des südwestlichen Stadtgebiets (Sendling) durch den Regionalverkehr verbessert wird“, so Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr.
Pendlerhochburg München: Land hofft auf Fördermittel des Bundes
Für den neuen Regionalbahnhof ist ein 340 Meter langer Mittelbahnsteig in Planung. Durch eine neue Unterführung von der Lindwurmstraße soll dieser barrierefrei erreichbar gemacht werden. Die Gesamtkosten werden, Stand jetzt, mit rund 96 Millionen Euro benannt. Verkehrsminister Bernreiter setzt auf Bundesmittel: „Wir hoffen, dass der Bund das Projekt so hoch wie möglich fördert“, so der CSU-Politiker.
Bei der Unterzeichnung am Montag war auch Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, vor Ort. Das Projekt ist Teil des Bahn-Programms „Starke S-Bahn München – Programm 14plus“.
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