In München ist es nach Einbruch der Dunkelheit am Montag, 24. November, zu einem heftigen Angriff gekommen. Wie die Polizei berichtet, wurden ein 17-Jähriger und ein 19-Jähriger um circa 19.25 Uhr von zwei unbekannten Männern attackiert. Sie befanden sich zu diesem Zeitpunkt in einem Hinterhof des Europäischen Patentamtes in der Isarvorstadt. Der jüngere der beiden wurde bei der Attacke schwer verletzt und kam in ein Krankenhaus.
Dem Bericht nach setzten die Angreifer zum einen Pfefferspray ein, schossen auf den 17-Jährigen allerdings auch mit einer Schreckschusswaffe, was zu dessen Verletzungen führte. Der 19-Jährige rief die Polizei, nachdem er in ein Geschäft in der Nähe geflüchtet war. Eine Fahndung der Polizei blieb zunächst ohne Ergebnisse. Die Ermittlungen dauern an, zudem haben die Behörden einen Zeugenaufruf ausgegeben.
17-Jähriger erblindet nach Angriff mit Schreckschusswaffe
Laut Medienberichten von Bild und Süddeutsche Zeitung (SZ) geht die Polizei davon aus, dass es sich um ein angebahntes Drogengeschäft handelte. Der Angreifer schoss dem 17-Jährigen wohl aus nächster Nähe ins Gesicht. Daraufhin platzte sein Augapfel und er erlitt eine Fraktur der Augenhöhle. In der Folge ist der junge Mann nun auf dem rechten Auge blind.
Schreckschusswaffen: Gefährlicher als ihr Ruf
Immer wieder kommen Schreckschusswaffen bei Gewaltdelikten zum Einsatz. Am Dienstag begann in Augsburg ein Prozess wegen eines eskalierten Streits in der Öffentlichkeit, bei dem eine solche Waffe eine Rolle gespielt hatte. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei kann der Schuss einer Schreckschusswaffe sogar tödliche Folgen haben, wenn er aus nächster Nähe abgeben wird.
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