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Polizeistatistik 2025: Sexualisierte Gewalt in München enorm angestiegen

Kriminalität

Polizeistatistik München: Fälle sexualisierter Gewalt nehmen stark zu

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    Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sind in München extrem angestiegen.
    Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sind in München extrem angestiegen. Foto: Maja Hitij, dpa (Symbolbild)

    Die verzeichneten Straftaten in München sind laut der aktuellen Polizeistatistik 2025 zurückgegangen. Das berichtete Polizeipräsident Thomas Hampel bei der Vorstellung des Reports am Freitagnachmittag. Die Zahl der Taten ist von 100.338 auf 98.478 zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von 1,8 Prozent. In zwei Bereichen aber ist die Anzahl der Straftaten deutlich angestiegen.

    Polizei München meldet mehr Sexualdelikte und Morde

    Im Vergleich zum Vorjahr haben die Straftaten gegen das Leben 2025 deutlich zugenommen. Insgesamt soll diese Zahl um 92,9 Prozent gestiegen sein. Im Jahr 2024 waren es 28 Taten, im Jahr 2025 verzeichnete die Polizei 54. Langfristig betrachtet liegt die Zahl der Tötungsdelikte in München allerdings bei 40 pro Jahr. In 43 dieser Fälle lautete der Tatvorwurf Mord.

    Drastisch gestiegen sind auch die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Die Zahl lag 2025 bei 3294 Fällen – im Jahr 2024 waren es 1986. Um 22,8 Prozent sind die Gewaltdelikte mit sexuellem Hintergrund, etwa Vergewaltigung oder schwere sexuelle Nötigung, gestiegen. Die Polizeistatistik verzeichnet 383 Fälle. Im Vergleich zum Jahr 2021 stieg die Zahl sogar um 66,5 Prozent an. In rund drei Vierteln der Vergewaltigungsfälle besteht laut dem Report eine Vorbeziehung zwischen Täter und Opfer: „Schwere Sexualdelikte im öffentlichen Raum, bei denen Frauen zufällig Opfer werden, sind die Ausnahme“, so Polizeipräsident Thomas Hampel.

    Münchner Polizei meldet drastischen Anstieg bei Kinderpornografie

    Beim Tatbestand des sexuellen Missbrauchs von Kindern stieg die Anzahl der erfassten Taten im Vorjahresvergleich um 65,4 Prozent auf 258. Noch erschreckender waren jene Taten, die im Zusammenhang mit Kinderpornografie stehen: Hier verzeichnet die Münchner Polizei 1181 Fälle gegenüber 351 im Vorjahr. Das entspricht einer Steigerung um 236,5 Prozent.

    Die Tatverdächtigen in den für die Statistik erhobenen Fällen sind mit überwältigender Mehrheit männlich (74,6 Prozent). 81,6 Prozent sind älter als 21 Jahre. Sowohl bei Kindern unter 14 Jahren, als auch bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren stellten die Beamten einen Rückgang fest. Dieses führt die Münchner Polizei auf das „verstärkte Engagement in der Kriminalprävention hinsichtlich Minderjähriger“ zurück. Die Zahl der Tatverdächtigen bei Heranwachsenden, also bei Personen, zwischen 18 und 21 Jahren, stieg derweil auf 3566, ein Plus von 8,7 Prozent.

    Der Sicherheitsreport verzeichnet wie auch die landesweite polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) jene Vorgänge, bei denen die Polizei tätig geworden ist. Damit sind die Zahlen nur begrenzt aussagekräftig. Vor allem bei Sexualdelikten besteht eine große Dunkelziffer. Dennoch lassen sich anhand der Zahlen im Jahresvergleich bestimmte Entwicklungen erkennen.

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