Dass Spritpreise stark variieren können, zeigt sich allein an den preislichen Unterschieden am Morgen im Vergleich zum Abend. Es gibt aber auch regionale Unterschiede. Das zeigt nun ein aktuell veröffentlichtes Ranking des Autoclubs ADAC. Der hat untersucht, in welchen Bundesländern das Tanken im Vergleich zu anderen Bundesländern am günstigsten ist.
Das Ranking zeigt: Besonders günstig ist es in Bayern nicht. Dennoch liegt der Freistaat im oberen Drittel der günstigsten Bundesländer. Auch innerhalb Bayerns variieren die Preise für Benzin und Diesel natürlich. So erwies sich Schwaben als recht günstige Region, während es im südlichen Oberbayern teuer ist. Im Jahr 2025 kostete E5 im Durchschnitt 1,74 Euro und Diesel 1,61 Euro pro Liter, wie kürzlich aus der Tankbilanz des Bundeskartellamtes hervorging.
Tanken in Bayern: So schneidet der Freistaat ab
Der ADAC hat bei seiner Untersuchung zwischen Super E10- und Dieselpreisen unterschieden und die Literpreise des Monats Januar 2026 miteinander verglichen. Für die Untersuchung wurden mehr als 14.000 erfasste Tankstellen ausgewertet und den Bundesländern zugeordnet. Dabei hat sich ergeben: Bayern belegt im Bundesländer-Vergleich bei Benzin den soliden vierten Platz. Das kostet im Mittel 1,719 Euro.
Am günstigsten tanken kann man laut ADAC aktuell in Berlin und im Saarland. Spitzenreiter Berlin führt mit 1,698 Euro und das Saarland mit 1,708 Euro beim Benzinpreis. Etwas schlechter schneidet Bayern bei Diesel ab: Dort belegt der Freistaat den sechsten Platz mit einem Literpreis von 1,674 Euro. Die Spitze führt beim Diesel das Saarland mit einem Mittel von 1,650 Euro an.
Größere Unterschiede bemerkt man, wenn man die teuersten Regionen Deutschlands in den Blick nimmt: Dort ist Tanken durchschnittlich sieben bis acht Cent teurer als in Bundesländern wie Berlin oder dem Saarland.
Wo tanken am teuersten ist
Am teuersten ist Super E10 in Bremen, einem weiteren Stadtstaat. Hier kostet ein Liter Super E10 im Schnitt 1,774 Euro und damit 7,6 Cent mehr als in der Bundeshauptstadt. Laut ADAC sei es „eher ungewöhnlich“, dass Bremen das Schlusslicht bilde, da dicht besiedelte Bundesländer in der Regel über mehr Tankstellen verfügten und der Preiswettbewerb die Preise herunterdrücke. Relativ teuer ist es auch in Thüringen (1,761 Euro), das den vorletzten Platz belegt.
Dieselfahrer müssen in Mecklenburg-Vorpommern besonders genau hinschauen: Dort kostet der Diesel 1,731 Euro je Liter. Das sind 8,1 Cent mehr als im Saarland. Spannend ist: Die Schlusslichter Bremen und Mecklenburg-Vorpommern liegen in der jeweils anderen Kraftstoffsorte preislich im Mittelfeld (Bremen: Rang 9, Mecklenburg-Vorpommern: Rang 11). Berlin ist zwar bei Benzin am günstigsten, landet aber bei Diesel lediglich auf dem 11. Platz.
„Diese unterschiedlichen Platzierungen zeigen, dass der Markt für die beiden Kraftstoffsorten von Bundesland zu Bundesland höchst unterschiedlich ist, es gerade aktuell offenbar viel Bewegung bei den Kraftstoffpreisen gibt“, heißt es in der Mitteilung vom ADAC. Der Verkehrsclub empfiehlt Verbrauchern, weiterhin Preise vor dem Tanken immer zu vergleichen und gezielt dort zu tanken, wo es am billigsten ist. „Sparen lässt sich generell immer, wenn man abends zur Tankstelle fährt, denn dann zahlt man rund 13 Cent je Liter weniger als morgens“, so der ADAC.
Kraftstoffpreise im Bundesländer-Vergleich: Eine Übersicht der ADAC-Auswertung
Bundesland nach Super E10 (in Euro):
- 1. Berlin: 1,698
- 2. Saarland: 1,708
- 3. Baden-Württemberg: 1,711
- 4. Bayern: 1,719
- 5. Rheinland-Pfalz: 1,727
- 6. Hamburg: 1,728
- 7. Mecklenburg-Vorpommern: 1,732
- 8. Nordrhein-Westfalen: 1,736
- 9. Schleswig-Holstein: 1,749
- 10. Brandenburg: 1,749
- 11. Hessen: 1,750
- 12. Sachsen-Anhalt: 1,751
- 13. Niedersachsen: 1,752
- 14. Sachsen: 1,759
- 15. Thüringen: 1,761
- 16. Bremen: 1,774
Bundesland nach Diesel (in Euro):
- 1. Saarland: 1,650
- 2. Rheinland-Pfalz: 1,655
- 3. Baden-Württemberg: 1,662
- 4. Nordrhein-Westfalen: 1,668
- 5. Niedersachsen: 1,673
- 6. Bayern: 1,674
- 7. Hessen: 1,682
- 8. Hamburg: 1,684
- 9. Bremen: 1,684
- 10. Thüringen: 1,692
- 11. Berlin: 1,699
- 12. Sachsen: 1,700
- 13. Schleswig-Holstein: 1,707
- 14. Brandenburg: 1,714
- 15. Sachsen-Anhalt: 1,714
- 16. Mecklenburg-Vorpommern: 1,731
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