Ganze 15 Pferdedecken haben die Mitarbeiter von Johannes Müller vergangene Woche aus einem Altkleidercontainer geholt. Natürlich, sagt der Geschäftsführer der Aktion Hoffnung, die in ganz Südbayern an insgesamt 2.337 Standorten Altkleider sammelt, sei das ein Textil. Doch in einen Altkleidercontainer gehöre es trotzdem nicht. „Das ist einfach Müll, das kann man nicht wiederverwenden.“ Dass derartige Dinge in den Containern landen, ist nichts Neues. Doch seit Anfang Januar eine neue EU-Richtlinie in Kraft getreten ist, wonach Textilien nicht mehr im Restmüll entsorgt werden sollen, hat sich das Problem noch vergrößert. Weil es das ohnehin schon fragile System der Altkleiderentsorgung ins Schwanken bringt, rudern viele Kommunen in Deutschland nun zurück. Und die Verwirrung ist perfekt: Was darf denn nun noch in den Restmüll? Das fragen sich viele.
Recycling
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