Romantik in Bayerns Bergen: Bartgeier-Dame Recka und ihr Partner
Bergwelt
Frühlingsgefühle über Bayerns Alpengipfeln: Beziehungsglück für die „etwas frühreife“ Recka
Inmitten der Alpenkulisse um den Nationalpark Berchtesgaden sind die Bartgeier aktuell immer häufiger am Himmel zu sehen – und in der Nähe gibt es eine Romanze.
Majestätisch streifen sie durch die Bergwelt: Die in den Berchtesgadener Alpen ausgesetzten Bartgeier.Foto: Markus Leitner, dpa (Archivbild)
Es gibt Neuigkeiten von Bayerns größter Vogelart (zumindest gemessen an der Spannweite von bis zu 2,90 Metern): Rund um die durch ein Auswilderungsprojekt im Nationalpark Berchtesgaden unterstützte Population hat sich ein Pärchen gefunden. Das haben die Verantwortlichen des Projekts online mitgeteilt. Demnach hat die 2022 ausgewilderte Bartgeier-Dame Recka einen Partner gefunden, mit dem sie zusammen an einem Horst in dem Nationalpark Hohe Tauern in Österreich baut. Die Initiatoren des Projekts vom Nationalpark und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern werten das als positives Zeichen.
Bartgeier in den bayerischen Alpen: Viele Tiere gleichzeitig unterwegs
Zum einen würde die Romanze zeigen, dass sich die ausgewilderten Vögel in ihrer neuen Heimat in den Ostalpen wohlfühlen. Dies wiederum steigert die Hoffnungen, die Art wieder vollständig in der Region zu etablieren. Dass es in diesem Jahr bei dem Pärchen allerdings schon Nachwuchs geben wird, glauben die Verantwortlichen nicht, obwohl sich das Vogelpärchen bereits gepaart hat. „Dafür ist Recka noch zu jung. Bartgeier werden in der Regel erst mit rund sechs Jahren geschlechtsreif“, wird der Leiter des Projekts vom LBV, Toni Wegscheider, in der Mitteilung zitiert.
Mit ihrer Entscheidung, so früh sesshaft zu werden, tanzt Recka ihren Altersgenossen gegenüber etwas aus der Reihe. „Etwas frühreif“, sagt Wegscheider zu der 2022 ausgewilderten Dame. Doch auch die weiteren Bartgeier haben die Verantwortlichen zuletzt entzückt. Denn sie waren jüngst in der Region mehrmals zeitgleich am Himmel zu sehen. Einige der ausgewilderten Aasfresser sind demnach nach den typischen ausschweifenden Streifzügen durch die Lüfte, die sich über Jahre und hunderte Kilometer erstrecken können, in die Bergwelt rund um den Nationalpark zurückgekehrt.
Die Vorzeichen, dass das neue Pärchen nicht das einzige bleibt, stehen also gut. Wie die dpa berichtet, wäre etwaiger Nachwuchs bei den Bartgeiern der erste in dieser Region in freier Wildbahn seit Jahrhunderten. Der Nationalpark weist in seiner Mitteilung darauf hin, dass der Vogel zu Beginn des letzten Jahrhunderts in den Alpen ausgerottet war. Das aktuelle Hauptvorkommen liegt in den West- und Zentralalpen.
Diskutieren Sie mit
XXX 0 Kommentare
hier kommen komentare rein
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren