Ein Goldschakal steht in einer Graslandschaft. Auch im Bayerischen Wald gab es in den vergangenen Jahren mehrere Nachweise des Tieres.Foto: Mario Cea Sanchez/Deutsche Wildtierstiftung, dpa (Symbolbild)
Unweit der Grenze zu Bayerisch-Schwaben wurde in Baden-Württemberg ein Goldschakal nachgewiesen. Ein Foto des in Mitteleuropa sehr seltenen Raubtiers im Landkreis Biberach wurde als Nachweis bestätigt, wie das dortige Landratsamt mitgeteilt hat. Es ist allerdings nicht die erste Sichtung des Goldschakals im Ländle. Nach Angaben des Baden-Württembergischen Umweltministeriums breitet sich der Goldschakal dort seit 2018 aus. Für Schlagzeilen sorgte er in den letzten Jahren immer wieder auch in Bayern und jüngst zudem in der Nähe von Augsburg.
Dieser Goldschakal lief 2012 im Bayerischen Wald in eine Wildkamera, seitdem gab es mehrere Nachweise.Foto: Nationalpark Bayerischer Wald/LfU, dpa
Der Goldschakal wurde in Bayern erstmals 2012 nachgewiesen
Auch wenn in diesem Fall unklar blieb, ob es sich tatsächlich um einen Goldschakal handelte, ist unstrittig, dass das Raubtier in Bayern vorkommt. Angaben des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz zufolge wurde das Tier, das zur Gattung der Wildhunde gehört, hierzulande erstmals 2012 nachgewiesen. Eine Wildtierkamera im Nationalpark Bayerischer Wald hatte damals im richtigen Moment ausgelöst. Dem LBV nach ist der Goldschakal vor allem in Südosteuropa, Asien und Afrika heimisch und breitet sich in den letzten Jahren in Mitteleuropa langsam aus, so auch im Freistaat.
Wie die Deutsche Wildtier Stiftung einordnet, wird er allerdings nicht als invasive Art gesehen. Ein Grund für seine Wanderschaft kann die Änderung der klimatischen Bedingungen durch die Erderwärmung sein. Auch wenn Verwechslungsgefahr mit dem Wolf besteht, ist der Goldschakal nicht so groß wie dieser und ähnelt noch mehr einem Fuchs. Mit dem Wolf ist er allerdings näher verwandt. Da Schakale als sehr scheu gelten, werden sie nicht als Gefahr für den Menschen gesehen. Allerdings gibt es seltene Fälle von Rissen an Schafen.
Erst vor wenigen Tagen hatte die Bayerische Staatsregierung mitgeteilt, dass der Goldschakal ins Jagdrecht aufgenommen wird. Der Freistaat würde den vonseiten der EU gesenkten Schutzstatus somit übernehmen, hatte es in der Mitteilung geheißen.
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