Startseite
Icon Pfeil nach unten
Bayern
Icon Pfeil nach unten

RSV-Welle hat begonnen: So ist die Infektionslage in Bayern

Infektionslage

RSV-Welle hat begonnen: So ist die Lage in Bayern

  • |
  • |
  • |
  • |
    Derzeit nehmen akute Atemwegserkrankungen in Deutschland deutlich zu. Auch RSV ist auf dem Vormarsch.
    Derzeit nehmen akute Atemwegserkrankungen in Deutschland deutlich zu. Auch RSV ist auf dem Vormarsch. Foto: Philip Dulian, dpa (Symbolbild)

    Die RSV-Welle in Deutschland hat begonnen. Das geht aus dem aktuellen ARE-Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Generell sei demnach die Aktivität der Atemwegserkrankungen in der vierten Kalenderwoche (19. bis 25. Januar 2026) „deutlich angestiegen“, liege dabei aber noch auf einem moderaten Niveau. Welche Infektionen gerade besonders grassieren.

    Infektionsgeschehen wird aktuell von Influenzaviren bestimmt

    Wie aus dem Bericht hervorgeht, wird das Infektionsgeschehen derzeit durch die Zirkulation von Influenzaviren bestimmt, praktisch also der Grippe-Welle. Betroffen sind demnach alle Altersgruppen. Aus eingesandten Proben zahlreicher Praxen zeigt sich, dass überwiegend Influenza-A-Viren in der Bevölkerung herumgehen (59 Prozent), gefolgt von saisonalen Coronaviren (elf Prozent) sowie RS-Viren (acht Prozent).

    Laut der Definition des RKI hat die RSV-Welle bereits begonnen. Das Humane Respiratorische Syncytial-Virus, wie RSV ausgeschrieben heißt, „wurde vorwiegend bei den 0- bis 4-Jährigen detektiert, es gab jedoch in weiteren Altersgruppen Nachweise von RSV“, heißt es beim RKI.

    RSV-Welle hat begonnen – vor allem Babys und Kleinkinder betroffen

    Die Auswirkungen zeigen sich auch in der untersuchten Viruslast im Abwasser. Laut Infektionsradar des Bundesgesundheitsministeriums beträgt die gemittelte RSV-Viruslast der teilnehmenden Kläranlagen 11.100 Genkopien pro Liter Abwasser (im Zeitraum vom 15. bis 21. Januar). Der Wert ist somit deutlich angestiegen – noch vor rund vier Wochen lag er bei 4450.

    In Bayern waren laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zuletzt 5,3 Prozent der untersuchten Abstriche RSV-positiv. Vor vier Wochen lag der Wert noch bei 2,3 Prozent. Wie aus dem bayerischen Abwassermonitoring (Bay-VOC) hervorgeht, ist auch im Freistaat die RS-Viruslast seit Oktober kontinuierlich angestiegen. Aktuell ist die Virusaktivität demnach „sehr hoch“.

    RSV-Aktivität ist in Bayern sehr hoch

    RSV wird meist durch Schmier- oder Tröpfcheninfektionen übertragen und zeigt sich in Symptomen von befallenen oberen Atemwegen – vor allem Husten und Schnupfen oder Bronchitis. Hinzu kommt oft Fieber. Für alte Menschen sowie Babys kann eine Infektion mit RSV bei schweren Verläufen gefährlich werden. Für Personen ab 75 Jahren wird von der Ständigen Impfkommission (Stiko) deshalb auch eine RSV-Impfung empfohlen, ebenso eine Prophylaxe bei Babys.

    Wie das RKI mitteilt, lag die Inzidenz der akuten Atemwegserkrankungen in Deutschland zuletzt insgesamt bei 7800 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern (in der Vorwoche waren es noch 6200). Auf die gesamte Bevölkerung in Deutschland umgerechnet bedeutet das, dass bei rund 6,5 Millionen Menschen zuletzt eine akute Atemwegserkrankung neu aufgetreten ist.

    Auch bei den Arztbesuchen wird vom RKI noch von einem „moderaten Niveau“ berichtet. In der vergangenen Woche waren rund 1,2 Millionen Deutsche wegen Atemwegserkrankungen bei ihrem Arzt oder ihrer Ärztin.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren