Der Winter ist zurück in Bayern und macht es Autofahrerinnen und Autofahrern schwer. Schnee und Glätte führen seit Donnerstagabend vermehrt zu Unfällen. Vor allem in Oberbayern und Schwaben rückten die Einsatzkräfte vermehrt aus, wie die Polizeipräsidien der Deutschen Presseagentur (dpa) mitteilten.
Schnee und Glätte in Bayern: Polizei meldet Dutzende Unfälle
Bislang sei man glimpflich davongekommen, sagt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Nord in Augsburg im Gespräch mit unserer Redaktion. Neben zwei festgefahrenen Lkw sei es zu einigen alleinbeteiligten Unfällen gekommen, also etwa Autofahrerinnen und -fahrer, die mit ihren Fahrzeugen von der Straße abgekommen sind. Bei den meisten der Unfälle sei die Glätte der Auslöser gewesen. Derzeit verzeichnet die Polizei bis zu 20 Unfälle wegen Glätte in der vergangenen Nacht. Erhebliche Verletzungen habe es dabei nicht gegeben.
Auch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd-West in Kempten gab es mehr Unfälle als üblich. 28 Einsätze waren es laut dem Präsidium dort. Lediglich bei einem der Unfälle verletzte sich ein Mensch leicht. Trotzdem habe sich angesichts des Wetters die Einsatzlage im Rahmen gehalten, sagt ein Sprecher des Präsidiums gegenüber unserer Redaktion am Montagmorgen. Es gebe aber vermehrt witterungsbedingte Einsätze, weil Bäume und Äste auf die Fahrbahn gefallen seien. Bis Freitagmittag hat es auch einige Rutschunfälle gegeben, diese allerdings in keiner besonderen Häufung.
Auch im Zuständigkeitsbereich der Polizei Ulm blieb es in der Nacht überwiegend ruhig. Nur ein Unfall aufgrund von Schneeglätte ist derzeit bekannt.
Ingolstadt und Fürstenfeldbruck: Polizei verzeichnet 55 Unfälle wegen Schnee und Glätte
Im Bereich Ingolstadt verzeichnet das Polizeipräsidium Oberbayern Nord seit Donnerstagabend 20 Uhr rund 25 witterungsbedingte Unfälle. Bei fünf von ihnen verletzten sich die Insassen, jedoch nach Angaben der Polizei niemand schwer. Und auch im Raum Fürstenfeldbruck krachte es in der Nacht. Der Polizei wurden insgesamt 30 Unfälle gemeldet. Fünf von ihnen mit Personenschaden, wobei niemand schwer verletzt wurde.
Im südlichen Oberbayern habe es rund 75 Einsätze wegen Schneefalls und Glätte gegeben, sagte ein Sprecher. Häufig blieb es bei Unfällen mit Blechschäden. Insgesamt zwölf Menschen wurden demnach leicht verletzt. Schwerere Verletzungen blieben hingegen aus. Außerdem war Schneebruch ein Problem: Mehrere Bäume stürzten dadurch auf die Straßen.
Folgenschwerer Unfall auf der A99 bei Aschheim am Donnerstagabend
Ausnahme war ein folgenschwerer Unfall auf der Autobahn A99 bei Aschheim am Donnerstagabend: Ein Familienvater fuhr von der Autobahn auf einen Parkplatz ab, kam von der winterlichen Fahrbahn ab und prallte gegen einen geparkten Sattelzug. Das Auto schob sich bei dem Aufprall unter den Auflieger des Lastwagens. Der 51 Jahre alte Fahrer, seine 47-jährige Ehefrau und ihre zehn Jahre alte Tochter kamen schwer verletzt in ein Krankenhaus.
In Niederbayern kam es zu 30 Unfällen mit Blechschaden, teilt das Polizeipräsidium in Straubing mit. Zusätzlich fielen 25 weitere Einsätze an. Dabei ging es vor allem um Unterstützung beispielsweise bei liegengebliebenen Fahrzeugen. Laut Einsatzzentrale der Polizei in der Oberpfalz mit Sitz in Regensburg gab es in der vergangenen Nacht keine Unfälle. Das berichtet BR24. Gestern Nachmittag, so ein Sprecher, passierten ein paar wetterbedingte Unfälle mit Blechschäden
In Unterfranken hingegen beruhigte sich die Lage noch am Donnerstagabend, wie ein Sprecher gegenüber der dpa erklärte. Bis dahin mussten die Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Unterfranken demnach allerdings zu mehr als 100 Einsätzen ausrücken. In der Nacht sei nichts mehr dazugekommen. (mit dpa)
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