Startseite
Icon Pfeil nach unten
Bayern
Icon Pfeil nach unten

Schülerinnen und Schüler: Warum Sitzenbleiben oft nicht die Lösung ist

Kommentar

Schule hat ein noch viel größeres Problem als das Sitzenbleiben allein

Sarah Ritschel
  • |
  • |
  • |
  • |
    Bei einer Fünf im Zwischenzeugnis ist das Vorrücken gefährdet.
    Bei einer Fünf im Zwischenzeugnis ist das Vorrücken gefährdet. Foto: Ina Fassbender, dpa

    Indem Schülerinnen und Schüler eine Klasse wiederholen, sollen sie ihre Leistungsrückstände langfristig aufholen können. Der Maßnahme liegt auch die Überzeugung zugrunde, dass eine Klasse erfolgreicher lernt, wenn alle ungefähr auf einem Niveau sind. Doch die empirische Bildungsforschung zeigt, dass Sitzenbleiben den Betroffenen selbst nur wenig nützt.

    Wie etwa eine Berliner Pädagogik-Studie zeigte, verbessern sich zwar anfangs oft deren Leistungen, doch langfristig fallen sie häufig wieder hinter ihre Mitschülerinnen und -schüler zurück. Egal, ob man nun für oder gegen das Sitzenbleiben ist, eins dürfte jedem klar sein: Um dauerhaft mithalten zu können, brauchen Kinder und Jugendliche, die zwischen den Noten fünf und sechs pendeln, vor allem Lernangebote, die ihre individuellen Schwierigkeiten anpacken und sie wieder zum Lernen motivieren.

    Theoretisch gibt es Förderstunden an Bayerns Schulen

    Stattdessen sind sie auch bei der „Ehrenrunde“ in ihren Problemfächern oft auf sich allein gestellt und müssen sogar Stoff aus Fächern wiederholen, in denen sie eigentlich schon firm sind.

    Theoretisch ist in Bayern individuelle Hilfe möglich: etwa durch Förderunterricht oder Intensivierungsstunden. Doch wie so oft schlägt der Lehrkräftemangel gnadenlos zu. Dass so viele Lehrerinnen und Lehrer fehlen, ist ein noch viel größeres Problem als das Sitzenbleiben an sich.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 1 Kommentar
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren