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So teuer wird heuer der Spargel

Lebensmittelpreise

So teuer wird heuer der Spargel

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    Seit Mittwoch ist es wieder so weit: Die Spargelsaison ist eröffnet. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (links) stach am Münchner Viktualienmarkt zusammen mit Spargelkönigin Franziska Schweiger symbolisch den ersten Spargel.
    Seit Mittwoch ist es wieder so weit: Die Spargelsaison ist eröffnet. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (links) stach am Münchner Viktualienmarkt zusammen mit Spargelkönigin Franziska Schweiger symbolisch den ersten Spargel. Foto: Peter Kneffel, dpa

    Dieses Gemüse gehört für viele zum Frühjahr: Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat am Mittwoch auf dem Münchner Viktualienmarkt die Spargelsaison eröffnet. Traditionell stellt sich dann schnell die Frage: Wie teuer sind in diesem Jahr die beliebten Stangen? Denn die Verbraucherpreise sind im Freistaat im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,8 Prozent gestiegen. Das meldet das Bayerische Landesamt für Statistik. Dabei kosten Nahrungsmittel 1,0 Prozent mehr. Die Preise für Energie - Haushaltsenergie und Kraftstoffe - steigen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,8 Prozent.

    Nahrungsmittel sind im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent teurer

    Im Vergleich zum Februar 2026 steigt demnach der Verbraucherpreisindex im März um 1,2 Prozent. Nahrungsmittel sind im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent teurer. Und wie ist es beim Spargel? Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) erklärt auf Anfrage unserer Redaktion: „Beim Spargel rechnen wir mit Preisen ähnlich wie im vergangenen Jahr.“ Bruch- und Suppenspargel dürfte es für unter 10 Euro je Kilo geben. Der Sonntagsspargel in allerbester Qualität kostet mehr, aber wohl nicht über 20 Euro pro Kilogramm.

    Dabei stellen die aktuellen Entwicklungen bei den Energiepreisen auch die Landwirtschaft vor Herausforderungen, heißt es vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium. „Während wir im Eierbereich derzeit noch von stabilen bis leicht steigenden Preisen ausgehen können, führt der gestiegene Mindestlohn bei der Produktion von Spargel und Erdbeeren zusätzlich zu einem erhöhten wirtschaftlichen Druck auf die landwirtschaftlichen Betriebe.“ Gerade bei Spargel und Erdbeeren handelt es sich um handarbeitsintensive Kulturen: Rund 50 bis 60 Prozent der Produktionskosten entfielen demnach hier auf Lohnkosten. Entsprechend wirke sich die Entwicklung des Mindestlohns unmittelbar auf die Kostenstruktur der Betriebe aus.

    Auf den gestiegenen Mindestlohn haben viele Betriebe bereits reagiert

    Doch die Betriebe haben vorgesorgt, sagt Simon Schumacher, Vorstandssprecher und Geschäftsführer des VSSE. „Die Spargelbetriebe haben auf die Steigung des Mindestlohns bereits vorausschauend reagiert und ältere Anlagen, die weniger Spargel bringen, aus der Produktion herausgenommen, und in Junganlagen investiert. Gerade in der Direktvermarktung ist für jeden Geldbeutel etwas dabei.“ Auch schmecke der Spargel in jeder Sortierung gleich gut, ergänzt Schumacher, bei den unterschiedlichen Spargel-Klassen handele es sich „um eine rein optische Sortierung“.

    Doch ein anderes Problem belastet die Spargelanbauer laut Schumacher: „Es ist schwierig, gute Erntehelfer zu finden, da diejenigen, die motiviert sind, auch mittlerweile in ihrem Herkunftsland oder in Europa Jobs finden, die nicht nur saisonal sind.“ Außerdem erreichten die Erntehelfer durch den höheren Mindestlohn ihr Lohnziel schneller, „sodass sie mitten in der Saison ihre Tätigkeit beenden, und die Betriebe in der laufenden Ernte neue Erntehelfer finden müssen und immer das Risiko eingehen, nicht alle Felder beernten zu können.“

    Jetzt kommt es auf das Wetter an

    Und auch das Wetter spielt eine Rolle. So erklärt der Bayerische Bauernverband: „Im Spargelanbau hat die kühle Witterung zuletzt zu einem langsameren Wachstum geführt. Mit steigenden Temperaturen wird die Ernte in den kommenden Wochen deutlich an Dynamik gewinnen.“ Die Bestände seien gut entwickelt, die Voraussetzungen für die Saison insgesamt positiv. Zumal die Gesamtanbaufläche für den Spargel nach Berechnungen des Bayerischen Landesamtes für Statistik 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 13,9 Prozent zugenommen habe. Die Fläche für Erdbeeren - deren Saison beginnt im Mai - hat sich 2025 um 4,8 Prozent im Vergleich zu 2024 reduziert. Zur Preisentwicklung bei den Erdbeeren lässt sich laut Bayerischer Bauernverband noch nichts sagen, die Entwicklung hängt auch hier stark von der Witterung der nächsten Wochen ab. Erste bayerische Erdbeeren aus Gewächshäusern gebe es aber bereits.

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