In der vergangenen Woche wurden gleich zwei exotische Tiere in Filialen der Supermarkt-Kette Edeka in Bayern entdeckt: eine Spinne und eine Schlange. Das teilte die Reptilienauffangstation München mit, wo die Tiere untergekommen sind. Beide Tiere stellten sich demnach als ungefährlich für Menschen heraus.
Zudem habe es beim Fund der Spinne zunächst falsche Informationen gegeben, was für Aufregung in den Sozialen Medien gesorgt habe: Statt um eine für Menschen potenziell gefährliche Bananenspinne handelt es sich um eine Riesenkrabbenspinne, deren Biss für Menschen harmlos sei. Riesenkrabbenspinnen werden verhältnismäßig häufig in Bananenkisten eingeschleppt, wenn auch dennoch sehr selten. Sie werden bis zu 16 Zentimeter groß.
Einen Tag nach dem Fund der Spinne tauchte das zweite Tier auf. In einer Bananenlieferung fanden Mitarbeiter eine Schlange. Die Finder hätten vorbildlich reagiert, schreibt die Auffangstation. Sie hätten das Tier samt Lieferung in eine Kiste gepackt und es zur Auffangstation gebracht. Dort stellte sich heraus, dass es sich um eine Wolkenschlage handelt, die in Südamerika und dem südlichen Nordamerika heimisch ist. Die Art ist ungiftig und ernährt sich hauptsächlich von Schnecken. Möglicherweise war das Tier auf Nahrungssuche in die Bananenlieferung geraten. Die Plantagen seien nicht der natürliche Lebensraum der Tiere – sie gelangten häufig nur durch veränderte Umweltbedingungen dorthin.
Schlange erholt sich und sucht neues Zuhause
Tatsächlich gefährliche Arten würden nur selten in solchen Lieferungen entdeckt, heißt es in der Mitteilung. Trotzdem sei es wichtig, die Tiere schnell zu sichern und Fachleute hinzuzuziehen.
Für die Spinne waren die Strapazen wohl zu viel, sie starb wenige Tage nach ihrer Aufnahme in der Auffangstation. Die Schlange erhole sich aber. Für sie wird ein neues Zuhause in einem Zoo oder bei einem qualifizierten Privathalter gesucht.
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