Die aus der TV-Show „Love is Blind: Germany“ bekannte Influencerin Hanni Hase dürfte derzeit den Albtraum vieler Spinnen-Phobiker erleben: Sie muss seit Tagen gegen eine Spinnenplage in ihrer Wohnung kämpfen. Und es handelt sich nicht etwa um Arten wie die Große Winkelspinne oder den Weberknecht, die man häufig im Haus oder Garten antreffen kann. Stattdessen musste die 29-jährige Bekanntschaft mit der Nosferatu-Spinne machen, einer Art, die sich seit einigen Jahren immer weiter in Deutschland ausbreitet, wie der NABU informiert – und zudem giftig ist. Aber der Reality-TV-Star traf nicht nur auf eine Spinne dieser Art, sondern auch noch auf unzählige Babyspinnen und Kokons. Wie die Influencerin damit umgeht und was in so einem Fall am besten zu tun ist, erfahren Sie hier.
Hanni Hase entdeckt Nosferatu-Spinnen in ihrer Wohnung: Was ist passiert?
Am 20. April 2026 veröffentlichte Hanni Hase das erste Video zu den Spinnen auf ihrem Instagram-Kanal – mit dem Titel „Ich bin Mami geworden“. Wer dabei an Babys oder Haustiere wie Hund und Katze dachte, lag falsch. Denn die Influencerin löste im Video schnell auf: „Mutter von 200 Babyspinnen.“ Demnach hatte sie wenige Tage zuvor unzählige Babyspinnen an der Badezimmerwand beim Fenster entdeckt. Ihrer Vermutung nach hat möglicherweise eine ausgewachsene Nosferatu-Spinne, die sie etwa einen Monat zuvor in ihrem Schlafzimmer vorgefunden hatte, Eier gelegt. Diese Spinne wurde von einem Nachbarn aus der Wohnung entfernt. Es blieben wohl die Eier, aus denen die zahlreichen Babyspinnen nun geschlüpft sind. Doch dann kam der erneute Schock: Neben den Babyspinnen entdeckte Hase in der Lüftung im Wohnzimmer mehrere Kokons.
Wie der NABU NRW informiert, weben Nosferatu-Spinnen ihre Eier in einen Kokon und in ein großes Gespinst aus Kräuselfäden ein. Laut dem Spinnen-Experten Hubert Höfer vom Naturkundemuseum Karlsruhe befinden sich rund 50 Eier in einem Gespinst, aus denen schließlich 40 bis 45 Minispinnen krabbeln, schreibt die Aachener Zeitung.
Dass es sich tatsächlich um Nosferatu-Spinnen handelt, vermutet die Influencerin derweil nur selbst aufgrund der Zeichnung auf dem Körper. Nosferatu-Spinnen haben laut dem Naturkundemuseum Karlsruhe eine charakteristische Zeichnung auf dem Vorderkörper, die viele kreative Betrachter an die Fratze des Vampirs aus dem gleichnamigen Kinofilm „Nosferatu“ erinnert. So kam der „offizielle Populärname“ der Spinne zustande.
Sind Nosferatu-Spinnen gefährlich?
Laut dem NABU kommen erwachsene Nosferatu-Spinnen sowie Jungspinnen das ganze Jahr über in Deutschland vor. Da sie eigentlich aus Südeuropa und Nordafrika stammt, findet man sie in Deutschland eher im Warmen, also in Wohnhäusern oder Garagen. Dass man so einer Spinne in den eigenen vier Wänden begegnet, ist demnach gar nicht so unwahrscheinlich.
Laut dem NABU NRW ist die Spinne zwar giftig und kann durch die menschliche Haut beißen – dennoch ist sie für Menschen nicht gefährlich. Ihr Biss wird als etwa so schmerzhaft wie ein Wespenstich beschrieben. Hunderte Exemplare und Kokons – wie bei Hanni Hase – dürften dennoch die wenigsten in ihrer Wohnung haben wollen. Was kann man in so einem Fall tun?
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Nosferatu-Spinnen in der Wohnung: Wie entfernt man ein Nest?
Hanni Hase berichtete auf Instagram davon, dass ein Besuch eines Kammerjägers bisher nicht den erhofften Erfolg gebracht habe. Er habe nur die Fensterrahmen mit Spinnengift behandelt und konnte die genaue Spinnenart nicht bestimmen. Die Influencerin selbst hat es nach eigenen Aussagen bislang mit Abwehrspray und Insektengittern versucht. Zuletzt griff sie zu härteren Mitteln und kaufte im Baumarkt sogenannte Flohbomen – laut kurier.at handelt es sich dabei um Insektizid-Vernebler.
Was kann man aber gegen Spinnen-Kokons tun? Spinnen-Experte Höfer empfiehlt laut Aachener Zeitung, die Gespinste beziehungsweise die umwebten Kokons mit einem Tuch oder Pinsel zu entfernen. Beim Darüberwischen würden die Eier meistens schon kaputtgehen. Focus empfiehlt ebenfalls, Netze und Kokons mit einem feuchten Tuch oder Besen zu entfernen und im Freien zu entsorgen. Alternativ könne man auch einen Staubsauger verwenden – sollte danach aber den Staubsaugerbeutel direkt entsorgen, um ein mögliches Entkommen von überlebenden Spinnen zu verhindern.
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