Auch die sechste Ausgabe des Standort-Rankings des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wird von bayerischen Regionen dominiert. Unter den vorderen Plätzen finden sich allerdings nicht nur altbekannte Landkreise aus dem Freistaat, sondern auch einer, der erst seit Neuestem zu den Boom-Regionen zählt. Zuerst hatte der Spiegel über das Ranking berichtet.
Bayerische Regionen im Standort-Ranking: Siebenmal unter den Top Ten
Berücksichtigt bei der Untersuchung der 400 Landkreise und kreisfreien Städte werden insgesamt 14 Faktoren. Zu ihnen zählen wirtschaftliche Kennzeichen wie Gewerbesteuerhebesätze oder die gemeindliche Steuerkraft, aber auch Merkmale des Arbeitsmarkts (Altersquotient oder Beschäftigungsrate von Frauen) und der Lebensqualität (etwa die private Überschuldung oder der Anteil naturnaher Flächen).
Aus der unterschiedlichen Gewichtung der Kennzeichen ergibt sich ein Wert, der über die Platzierung entscheidet. Deutschlandweit den höchsten erreicht bei dieser Ausgabe des Rankings zum sechsten Mal in Serie der Landkreis München (59,4 Punkte). Insgesamt finden sich sieben bayerische Regionen in den Top Ten:
- Landkreis München (1. Platz, 59,4 Punkte)
- Stadt München (2. Platz, 56,1)
- Landkreis Tirschenreuth (3., 55,8)
- Landkreis Starnberg (5., 55,2)
- Landkreis Erlangen-Höchstadt (8., 54,6)
- Landkreis Miesbach (9., 54,3)
- Landkreis Ebersberg (10., 54,2)
Die einzigen Regionen außerhalb Bayerns in den Top Ten sind mit Frankfurt am Main (4.), der Main-Taunus-Kreis (6.) und der Hochtaunuskreis (7.) allesamt in Hessen verortet. Am Ende des Rankings landen Suhl (Thüringen), Duisburg (Nordrhein-Westfalen) und Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen).
Bemerkenswert ist die Platzierung des Landkreises Tirschenreuth, der damit im parallel angegebenen Dynamik-Ranking die dritte Position erreicht. In dieser Rangliste geht es um die Verbesserung oder Verschlechterung im Vergleich zum vorangegangenen Ranking. Damals war der Oberpfälzer Kreis noch 196 Plätze weiter hinten platziert gewesen. Die Autoren des IW verweisen auf ein starkes wirtschaftliches Ergebnis und das höchste gemeindliche Steuereinkommen pro Kopf bundesweit. Sowohl industrielle Forschung als auch Entwicklung seien in dem Landkreis etabliert, heißt es weiter.
Verbesserte Regionen: Auch Augsburg macht auf sich aufmerksam
In der Wertung mit besonderem Blick auf die Entwicklung macht auch Augsburg als kreisfreie Stadt auf sich aufmerksam. Mehr als 100 Plätze verbessert sich Augsburg im Vergleich zum Ranking 2024, nur 16 Regionen haben sich deutschlandweit noch rasanter entwickelt. Damit kommt Augsburg im Gesamt-Ranking auf Platz 65 (52,0 Punkte). Laut den Autoren des in Köln ansässigen Instituts sammelte die Stadt insbesondere bei den Baugenehmigungen Punkte. Der Landkreis Augsburg landet mit 51,7 Punkten auf Platz 88.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren