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Steigende Aggression im Straßenverkehr: Gegen Drängeln hilft vor allem ein Tempolimit

Kommentar

Drängeln ist ein Argument mehr für ein Tempolimit

Josef Karg
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    Drängler voraus: Ein Beamter der Verkehrspolizei schaut sich auf dem Monitor des Videomessfahrzeugs einen Autofahrer an, der beim Drängeln auf der Autobahn gefilmt wurde.
    Drängler voraus: Ein Beamter der Verkehrspolizei schaut sich auf dem Monitor des Videomessfahrzeugs einen Autofahrer an, der beim Drängeln auf der Autobahn gefilmt wurde. Foto: Patrick Seeger, dpa

    Kaum irgendwo sonst prallen unterschiedliche Menschen direkter aufeinander als im Straßenverkehr. Hier spiegelt sich die gesamte Gesellschaft wider. Raser, Drängler, Schleicher – alle auf einem Verkehrsträger. Wer sich regelmäßig im Asphalt-Dickicht bewegt, wundert sich, dass angesichts der Unvernunft mancher Autofahrer nicht mehr passiert. Dass die Zahl der Drängler stark zunimmt, ist angesichts der wachsenden Aggressionen in der Gesellschaft nicht verwunderlich. Ob man auf diese gesellschaftliche Entwicklung mit dramatisch höheren Strafen reagieren sollte, wie es etwa in Italien und einigen anderen europäischen Ländern geschieht, ist diskutabel.

    Am besten wäre vermutlich, zunächst ein Tempolimit von 130 auf allen Autobahnen einzuführen, um die Geschwindigkeit auf allen Spuren stärker zu harmonisieren. Und für diejenigen, die sich partout nicht daran halten wollen, auch die Strafen massiv zu erhöhen. Dies wäre sinnvoll für Klima und Sicherheit.

    Dränglern droht ein Bußgeld von bis zu 400 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot

    Aktuell müssen extreme Drängler mit einem Bußgeld von bis zu 400 Euro, zwei Punkten in Flensburg und drei Monaten Fahrverbot wegen Nötigung rechnen. Das ist im Grunde ausreichend. Wichtiger als eine Gesetzesverschärfung wäre es, durch mehr und gezieltere Kontrollen der Polizei die Aggression im Straßenverkehr stärker einzudämmen.

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