Geht es um den Straßenverkehr, ist Bayern eines der gefährlichsten Bundesländer. Eine Analyse der Versicherung Allianz Direct auf Basis der behördlichen Unfallzahlen für 2024 weist nun auf einige besondere Schwerpunkte hin. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass es sich zumeist um absolute Zahlen handelt – der Freistaat also auch wegen seiner vergleichsweise großen Fläche und Bevölkerung in den Statistiken so präsent sein dürfte. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Punkte.
Nur in Nordrhein-Westfalen kracht es öfter als in Bayern
Werden die insgesamt erfassten Verkehrsunfälle von 2024 betrachtet, so ist Bayern das Bundesland, in dem am zweitmeisten passierte. Insgesamt 44.331 Unfälle sind für den Freistaat offiziell vermerkt. Nur Deutschlands bevölkerungsreichstes Bundesland Nordrhein-Westfalen schnitt in dieser Hinsicht noch schlechter ab: Hier kam es zu 58.062 Unfällen. Heruntergerechnet auf Unfälle pro 1000 Einwohner ist allerdings Schleswig-Holstein das am meisten mit Unfällen belastete Land, 3,89 Zwischenfälle pro 1000 Einwohner ereignen sich dort.
Tödliche Unfälle: Mehr als ein Toter pro Tag auf Bayerns Straßen
An absoluten Zahlen gemessen hingegen ist Bayern auch bei den tödlichen Unfällen mit einem sehr hohen Wert vertreten. 2024 ereigneten sich 429 Unfälle auf Bayerns Straßen, bei denen Menschen ihr Leben verloren – in keinem anderen Bundesland geschah das häufiger. Nordrhein-Westfalen wird hier auf zweiter Position der Statistik geführt, mit 427 tödlichen Unfällen. Mit einigem Abstand folgen Baden-Württemberg und Niedersachsen, wo sich im vergangenen Jahr 287 tödliche Unfälle ereigneten.
Verkehrsunfälle: Das sind die gefährlichsten Straßen in Bayern
Bemerkenswert ist, dass trotz alledem keine der zehn gefährlichsten deutschen Straßen in Bayern liegt. Angeführt wird dieses Ranking von der Hanauer Landstraße in Frankfurt, für die 2024 ganze 59 Unfälle erfasst wurden. Bayern-intern führt diese Statistik der Frankfurter Ring in München an, auf dem es im vergangenen Jahr 45-mal zu einem Unfall kam. Die Straße im Münchner Nordern liegt damit nur knapp außerhalb der zehn gefährlichsten deutschen Straßen, die Hildesheimer Straße in Hannover gehört mit 46 erfassten Unfällen noch dazu.
Gleich dreimal ist eine schwäbische Straße in den am meisten mit Unfällen belasteten Straßen Bayerns von 2024 vertreten. Dabei handelt es sich zweimal um die A8 und um die Bürgermeister-Ackermann-Straße in Augsburg. Auf der Autobahn passierten sowohl bei Zusmarshausen als auch bei Gersthofen letztes Jahr insgesamt 30 Unfälle. Ebenso viele geschahen auch auf der Bürgermeister-Ackermann-Straße im Augsburger Westen. Die Straßen liegen in Bayern damit auf den Rängen 8, 9 und 10.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren