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Unfallschwerpunkte in Schwaben: Die meisten Verletzten im Straßenverkehr

Verkehrsunfälle

Verletzte und Tote durch Unfälle: Diese Straßen in der Region sind am gefährlichsten

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    Ein sogenanntes „Ghostbike“ erinnert in der unfallreichen Haunstetter Straße an eine überfahrene Radfahrerin.
    Ein sogenanntes „Ghostbike“ erinnert in der unfallreichen Haunstetter Straße an eine überfahrene Radfahrerin. Foto: Silvio Wyszengrad (Archivbild)

    Anmerkung der Redaktion: Dieser Text zählt bei unseren Leserinnen und Lesern zu den beliebtesten Stücken und wird deshalb immer wieder ausgespielt.

    Der Straßenverkehr gehört für viele zum Alltag: Täglich begeben sich auch in Schwaben und Oberbayern unzählige Menschen auf die Straßen, um zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu Verabredungen zu kommen. So gewöhnlich Mobilität allerdings sein kann – im Verkehr warten auch Risiken. 2,5 Millionen Unfälle gab es im vergangenen Jahr in Deutschland, bei denen rund 363.000 Menschen verletzt und fast 3000 Menschen getötet wurden. Und auch im Südwesten Bayerns gibt es riskante Straßen.

    Dazu zählen einige Hauptverkehrsachsen in Augsburg. Wie im Unfallatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zu sehen ist, gibt es dort gleich mehrere Straßenabschnitte, auf denen einige Dutzend Personen allein im Jahr 2024 bei Unfällen verletzt wurden. Alle folgenden Abschnitte sind im Unfallatlas mit einem Unfallaufkommen von 33 bis 64 Unfällen mit Personenschaden während des Kalenderjahres 2024 verzeichnet.

    Das sind besonders gefährliche Hauptverkehrsachsen durch Augsburg:

    • Hans-Böckler-Straße durch die Stadtteile Lechhausen, Firnhaberau und Hammerschmiede
    • Berliner Allee zwischen MAN-Brücke und Ulrichsbrücke
    • Haunstetter Straße zwischen Schertlinstraße und Univiertel

    Unfälle in Augsburg: Wo es besonders häufig kracht

    Allein in Augsburg gibt es noch zwölf weitere Straßen, die in dieser Kategorie der unfallträchtigsten Wege verzeichnet werden. Wie die bereits genannten Strecken sind auch die folgenden Straßenabschnitte laut Statistiken besonders gefährlich:

    Diese unfallträchtigen Straßen durch Augsburg sind Bundesstraßen:

    • Friedrich-Ebert-Straße bis zur Anschlussstelle auf die B17
    • Rumplerstraße
    • Inverness-Allee
    • Friedberger Straße zwischen Fribbe-Freibad und Eiskanal

    Weitere Straßen mit besonders vielen Unfällen finden sich vor allem an der Achse von Lueginsland zum Holzweg. Hierunter fallen die Sebastianstraße, Riedingerstraße, Dieselstraße, Kaltenhoferstraße, Thomas-Breit-Straße, Hirblinger Straße und Holzweg. Eben jene Achse dürfte als gefährlichster Straßenabschnitt der Region zählen. Hier gab es im vergangenen Jahr gleich zwei tödliche Unfälle.

    Auch die weiteren Unfallschwerpunkte in der Region finden sich in den Ballungsräumen. Deshalb finden sich die restlichen Straßen und Straßenabschnitte mit 33 bis 64 Unfällen im vergangenen Jahr in Kempten, Neu-Ulm und Ingolstadt. Und auch dort handelt es sich häufig um Bundesstraßen, wo die meisten Verletzten und Toten zu beklagen sind.

    In Kempten liegen diese Abschnitte alle entlang der B19 auf der Achse von Dieselstraße im Norden zur Hochschule im Süden der Stadt. Ebenso verhält es sich an den Abschnitten der B10 in Neu-Ulm vom Industriegebiet am Ortseingang im Osten der Stadt bis zur Anschlussstelle Neu-Ulm-Mitte an der A7, sowie auf der A7 selbst von selbiger Anschlussstelle bis zur Adenauerbrücke nach Ulm.

    Vor allem Regen kann ein großes Unfallrisiko sein.
    Vor allem Regen kann ein großes Unfallrisiko sein. Foto: Gerald Friedrich (Symbolbild)

    Die gravierendsten Unfallstellen in Ingolstadt, Neu-Ulm und Kempten

    Unfallschwerpunkt in Ingolstadt sind die Hauptverkehrsachsen aus Süd und West in die Innenstadt sowie der dazwischen liegende Teil der Ringstraße um das Stadtzentrum herum. Jene Abschnitte mit 33 bis 64 Unfällen sind in Ingolstadt die Neuburger Straße ab der Einkaufsmeile Westpark, die Nördliche Ringstraße rund um das historische Zentrum, die Östliche Ringstraße, Goethestraße, Schillerstraße, Südliche Ringstraße und Münchner Straße bis in den Stadtteil Unsernherrn.

    Unfallschwerpunkte im ländlichen Gebiet finden sich in der Region indes vor allem auf den Autobahnen. Etwas weniger, aber bei 16 bis 32 Unfällen mit Personenschäden im vergangenen Jahr immer noch auffällig häufig, krachte es auf diesen Straßen. Darunter fallen die A8 im Bereich Adelzhausen, Zusmarshausen und Elchingen und die A96 bei Windach. Zur gleichen Kategorie zählen unter anderem im ländlichen Bereich auch die Abschnitte der B300 durch Diedorf oder der B2 zwischen Friedberg und Kissing.

    Mehrere tödliche Unfälle auf der B406 bei Oettingen verzeichnet

    Die einzige Strecke im ländlichen Raum mit mehreren tödlichen Unfällen findet sich dabei ganz im Norden Schwabens. Auf der B406 zwischen Oettingen und Westheim verunglückten 2024 gleich zwei Mal Menschen im Straßenverkehr tödlich. Grundsätzlich ist die Strecke allerdings kein Unfallschwerpunkt mit weniger als fünf Unfällen mit Personenschäden 2024.

    Insgesamt war im vergangenen Jahr die Unfallstatistik in Deutschland rückläufig. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind sowohl die Zahlen der Verkehrstoten, der schweren Unfälle sowie der Unfälle mit Personenbeteiligung insgesamt gesunken. Lediglich in den durch die Corona-Pandemie geprägten Jahren 2020 und 2021 fielen die Unfallzahlen niedriger aus.

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