Die Kommunalwahl in Bayern rückt immer näher. Am 8. März können die Bürger im Freistaat über die Besetzung der Gemeinde- und Stadträte und der Kreistage bestimmen – und in den allermeisten Fällen auch einen Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin wählen.
Bereits jetzt haben aber die bayerischen Jugendlichen abgestimmt: Die sogenannte U18-Wahl hat zwar keine konkreten Auswirkungen auf die echte Politik, zeigt aber ein interessantes Stimmungsbild. Bayernweit landete die CSU bei den Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren mit 29 Prozent der Stimmen auf dem ersten Platz. Die SPD bekam 23,4 Prozent, auf dem dritten Platz landeten die Grünen (10,8 Prozent). Neben dem starken Wert für die SPD bei den Jugendlichen gab es noch eine weitere Überraschung: Die AfD schaffte es bei Bayerns nächster Wählergeneration nur auf 4,5 Prozent.
U18-Wahl: Im Bezirk Schwaben sind CSU, AfD und Linke stärker
Blickt man nur auf die U18-Wahlergebnisse im Regierungsbezirk Schwaben, sind teilweise leicht andere Tendenzen erkennbar. Zwar wählten auch die Jugendlichen in Schwaben die CSU auf Platz 1, dahinter lagen die SPD und die Grünen. Allerdings bekam die CSU im Vergleich zu Gesamtbayern mehr Zuspruch (32,8 %), der Vorsprung zu SPD und Grünen war größer. Auch die AfD bekam bei den Jugendlichen in Schwaben mehr Zuspruch: 6,8 Prozent der Jugendlichen in Schwaben gaben ihr die Stimme. Die Linke schnitt in Schwaben ebenfalls überdurchschnittlich ab: Während in Schwaben 8,7 Prozent der jugendlichen Wählerinnen und Wähler für sie stimmten, waren es in Bayern insgesamt nur 5,4 Prozent.
Die Augsburger würden Eva Weber und Elisabeth Wiesholler in die Stichwahl schicken
In Augsburg würden die Jugendlichen die bisherige Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) gemeinsam mit Elisabeth Wiesholler von den Linken in die Stichwahl schicken: Eva Weber erhielt von den Augsburger Teenagern 22,5 Prozent der Stimmen, Elisabeth Wiesholler lag mit 22,0 Prozent knapp dahinter. Martina Wild von den Grünen (15,7 Prozent), SPD-Kandidat Florian Freund (13,6 Prozent), Andreas Jurca von der AfD (13,3 Prozent) und Hannes Aigner von den Freien Wählern (5,8 Prozent) folgen dahinter. Rund 1500 Jugendliche gaben in der Stadt ihre Stimme ab.
Insgesamt nahmen bei der U18-Wahl bayernweit mehr als 30.000 Jugendliche teil. Teilweise fand die Wahl zum ersten Mal komplett digital per QR-Code statt – beispielsweise auch in der Stadt Augsburg. Bei der Präsentation der Wahlergebnisse in Augsburg lobte Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) den technisch problemlosen Ablauf der Digital-Wahl. Mit der U18-Wahl habe man „unserer Demokratie ein modernes Update verpasst“, sagte er.
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