Nicht für alle bedeutet Silvester Partyspaß und Freude auf die Zukunft – manch einer fühlt sich vielleicht allein oder fühlt sich von der turbulenten und oft ereignisreichen langen Nacht überfordert. So geht es aber nicht nur den Menschen: Bekanntermaßen erleben viele Tiere durch die Böller und den Silvesterkrach mit starken Lichteffekten massiven Stress.
Um sie besser zu schützen, richtet die Stadt München heuer erstmals eine Verbotszone für Feuerwerk rund um den Tierpark Hellabrunn ein – zusätzlich gibt es bereits seit Jahren Verbotszonen in der Innenstadt. Wir geben einen Überblick über die Bereiche, in denen Feuerwerk und Co. tabu sind.
Silvester in München: Neues Feuerwerksverbot um den Tierpark Hellabrunn
Bereits in den vergangenen Jahren hatten die Betreiber des Tierparks immer wieder dafür plädiert, dass im Bereich des Zoos nicht geböllert wird. „Danke für Eure Rücksichtnahme, so wird Silvester für Mensch und Tier friedlicher und sicherer. Lasst uns gemeinsam Verantwortung übernehmen“, appelliert Oberbürgermeister Dieter Reiter in einem Instagram-Video an die Münchnerinnen und Münchner und alle, die Silvester in der bayerischen Landeshauptstadt verbringen wollen.
Reiter erklärt, er würde das Verbot gerne noch ausweiten. Dazu bräuchte es jedoch noch Änderungen im Bundesrecht. Demnach dürfen nämlich nicht einfach flächendeckende Böllerverbote durch Kommunen ausgesprochen werden. Reiter wünscht sich, dass die Entscheidung künftig bei den Kommunen liegt.
Die Verbotszone um den Tierpark verläuft im Umkreis von 150 Metern – ein erster Schritt in Richtung Tierschutz, findet Reiter. Und auch in anderen Bereichen der Landeshauptstadt darf heuer nicht geböllert werden.
In den letzten Jahren galt etwa ein Verbot für Böller innerhalb des Mittleren Rings. Heißt: Alles, was nicht knallt, ist erlaubt, so etwa Feuerwerke wie Raketen, Batterien und Fontänen. In der Fußgängerzone einschließlich Marienplatz und Stachus sowie auf dem Viktualienmarkt gilt in der Silvesternacht hingegen ein generelles Feuerwerksverbot. Erlaubt sind dort lediglich Wunderkerzen und Tischfeuerzeuge. Die genauen Regelungen mit Verbotszonen und -zeiten gibt das Rathaus noch auf der Webseite der Stadt München bekannt. Es sei damit zu rechnen, dass im Stadtgebiet wieder die gleichen Regeln gelten wie im Vorjahr, berichtete die Abendzeitung München.
Verbotszonen zu Silvester: Was ist erlaubt, was nicht?
In den Verbotszonen ist das Mitführen, Abbrennen und Abschießen von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorien F2 und höher untersagt. Eine Ausnahme sind Gegenstände der Kategorie F1, so etwa Wunderkerzen und Knallerbsen.
Wer die Verbote missachtet, startet mit einem dicken Bußgeld ins neue Jahr: Strafen in einer Höhe von bis zu 50.000 Euro verkündete die Stadt im letzten Jahr in der Allgemeinverfügung.
Actionreich genug dürfte es in München ohnehin auch ohne Böller beziehungsweise Feuerwerk werden: Erstmals gibt es in diesem Jahr eine Silvestermeile nach dem Vorbild von Großstädten wie New York, London und Berlin. Dort kann bei allerlei Programm ausgelassen ins neue Jahr gefeiert werden. Und auch in Augsburg gibt es zu Silvester jede Menge Programm.
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