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Viele Hochzeiten in Bayern, aber deutschlandweit so wenige wie noch nie

Welttag der Ehe

In Deutschland heiraten so wenige Menschen wie noch nie – Bayern aber auf Platz 2

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    Immer weniger Menschen in Deutschland heiraten.
    Immer weniger Menschen in Deutschland heiraten. Foto: Arno Burgi, dpa (Symbolbild)

    Im Vorfeld des Welttags der Ehe am 8. Februar hat das Statistische Bundesamt eine Bilanz herausgegeben. Die Zahl der Eheschließungen in Deutschland ist demnach auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Erfassung 1950. Noch nie hätten sich so wenige Menschen das Ja-Wort gegeben, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Zugleich halten Ehen heute länger. Die Erhebung bezieht sich auf das Jahr 2024. 349 200 Ehen verzeichnete das Bundesamt.

    Zwar ist fast jede zweite erwachsene Person in der Bundesrepublik verheiratet. Besonders eine Bevölkerungsgruppe fällt dabei jedoch auf: Ende 2024 war der Anteil der Verheirateten bei den 65- bis 69-Jährigen am höchsten, in dieser Bevölkerungsgruppe sind zwei Drittel verheiratet oder in einer Lebenspartnerschaft. Aber der Anteil an verheirateten Menschen ist insgesamt in den vergangenen Jahren gefallen, und zwar um rund zehn Prozentpunkte im Vergleich zu 1994. Gleichzeitig ist die Zahl der Ledigen deutlich gestiegen. Und auch das Durchschnittsalter bei der ersten Ehe hat sich laut Statistischem Bundesamt um sechs Jahre erhöht. 2024 waren Frauen bei ihrer ersten Heirat im Schnitt 32,9 Jahre alt, Männer 35,3 Jahre. Auch das führe dazu, dass der Anteil der Verheirateten seit Jahren schrumpft, so die Statistiker.

    Welttag der Ehe: Bayern und NRW haben 2024 die meisten Eheschließungen

    Interessant ist der Blick auf die einzelnen Bundesländer. So wird in der aktuellen Statistik ersichtlich, dass zwei Bundesländer Spitzenreiter bei der Eheschließung sind. Auf Platz eins landet NRW mit 77.247 geschlossenen Ehen, gefolgt von Bayern mit 58.693 Eheschließungen. Wichtig für die Einordnung ist zu wissen, dass Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste Bundesland ist. Bayern nimmt den zweiten Platz ein. Insofern ist es nur folgerichtig, dass diese Länder vorn liegen.

    Im Vergleich zu früher fällt deutschlandweit auch auf, dass immer mehr volljährige Menschen ledig sind. Der Anteil ist innerhalb von 30 Jahren von 24 Prozent auf gut 33 Prozent gestiegen. So waren Ende 2024 23,1 Millionen Menschen ab 18 Jahren ledig. Hingegen werden Ehen mittlerweile später geschieden und halten länger als noch vor 20 Jahren. So lag 2024 die Durchschnittsdauer bis zur Scheidung bei 14,7 Jahren. 1994 waren das im Schnitt noch 12 Jahre. 97 Prozent der Ehen 2024 schlossen Paare unterschiedlichen Geschlechts, drei Prozent entfielen auf gleichgeschlechtliche Paare.

    EU-Vergleich: In Deutschland wird etwas häufiger geheiratet

    Im EU-weiten Vergleich wird dem Statistischen Bundesamt zufolge in Deutschland etwas häufiger als im Durchschnitt der EU-Staaten geheiratet. In Rumänien, Lettland und Ungarn finden wiederum die meisten Eheschließungen statt. Im unteren Bereich liegen Bulgarien, Italien und Slowenien.

    Paare sind in Deutschland bei ihrer ersten Hochzeit immer älter. In welchen Kreisen viele Menschen sich das Ja-Wort geben und wo sie auffällig alt sind.

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