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Von minus bis plus 40 Grad: Temperaturrekorde in Bayern

Extremes Wetter

Von minus bis plus 40 Grad Celsius: Die heißesten und kältesten Orte Bayerns

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    Sonne im Weinberg: In Unterfranken sind die Temperaturen so hoch wie sonst nirgendwo in Bayern.
    Sonne im Weinberg: In Unterfranken sind die Temperaturen so hoch wie sonst nirgendwo in Bayern. Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Archivbild)

    Seit rund 150 Jahren wird in Deutschland das Wetter aufgezeichnet, doch allein in diesem Jahrhundert wurden an mehreren Messstationen schon Allzeit-Temperaturrekorde gebrochen. Kein Wunder: Aufgrund des Klimawandels werden extreme Wetterbedingungen häufiger und extremer, und das heißt auch, dass außergewöhnliche Hitzewellen noch höhere Temperaturen hervorbringen. Das gilt auch in Bayern, wie in den vergangenen Jahren immer wieder festzustellen war.

    Daher hielt der Freistaat einige Jahre lang den bundesweiten Hitzerekord – wenig überraschend aufgestellt in Unterfranken. Die niedrig – und zudem im wärmeren Süden der Republik – gelegene Region zählt zu den wärmsten im Land und ist nicht umsonst auch ein bekanntes Weinbaugebiet. Auch das krasse Gegenteil findet sich im Freistaat: Die Höhenlagen der Alpen sind das kälteste Gebiet Deutschlands, und im Zusammenhang mit dem Klimawandel ist es auch nicht überraschend, dass der Negativrekord schon einige Jahrzehnte Bestand hat. Allerdings: Aufgestellt wurde er zwar in Bayern, aber nicht in den Alpen.

    Diese Orte sind die kältesten Bayerns

    Tatsächlich sank mehreren Berichten zufolge die Temperatur im Wolnzacher Ortsteil Hüll im Jahr 1929 auf -37,8 Grad Celsius. Dabei liegt Wolnzach im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen im Alpenvorland auf lediglich rund 400 Metern über dem Meeresspiegel und ist somit deutlich weniger prädestiniert für Tiefsttemperaturen. Die wohl niedrigste in den Bergen offiziell gemessene Temperatur datiert aus dem Jahr 1940: -35 Grad Celsius war es damals auf der Zugspitze kalt.

    Der tatsächlich kälteste Ort Deutschlands soll aber der Funtensee im Berchtesgadener Land sein. 2001 wurden an dem Bergsee auf rund 1600 Metern Höhe Temperaturen von unter -44 Grad Celsius gemessen. Als Vergleichswert zählt der Wetterdienst diese Messungen jedoch nicht – und auch in die Liste der Temperaturrekorde gehen sie damit offiziell nicht ein. „Das liegt daran, dass die Messstation am Funtensee bislang noch einen experimentellen Charakter hat, und wir die Werte dort noch nicht zuverlässig genug erfassen können“, sagte DWD-Meteorologe Lothar Bock dem Münchner Merkur.

    Dieser Ort ist der heißeste in Bayern

    Weniger strittig ist der Hitzerekord in Bayern: Der wurde am 5. Juli 2015 in Kitzingen aufgestellt – das, wie schon erwähnt, in Unterfranken liegt. Damals war dieser Wert sogar deutschlandweiter Temperaturrekord. 40,3 Grad Celsius wurden damals gemessen. Kitzingen war im Übrigen auch 2025 der heißeste Ort in Bayern, nicht umsonst trägt die Stadt auch den Spitznamen „Hitzingen“. Ihren bundesweiten Rekord musste sie allerdings 2019 abtreten: Damals wurden in Nordrhein-Westfalen 41,2 Grad Celsius gemessen.

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