Anmerkung der Redaktion: Dieser Text zählt bei unseren Leserinnen und Lesern zu den beliebtesten Stücken und wird deshalb immer wieder ausgespielt.
Baden ist an heißen Sommertagen für viele ein fester Bestandteil der Freizeitgestaltung. Doch nicht immer sind öffentliche Badestellen an Flüssen oder Seen die besten Spots für eine Abkühlung: Strömungen, steile Uferbereiche oder auch Blaualgen können zur Gefahr werden. Immer wieder kommt es deshalb zu Badeunfällen – teils mit tödlichem Ausgang. An diesen Stellen sollten Freitzeit-Schwimmer vorsichtig sein.
Der Lech bei Kissing
Am Lech in Kissing gab es in diesem Jahr bereits einen tödlichen Badeunfall. Als fließendes Gewässer ist der Lech, wie auch andere Flüsse, unberechenbarer und gefährlicher als stehende Gewässer wie Seen oder Weiher. Die Strömungen sind für Badegäste nicht überschaubar, überschätzen beim Schwimmen oft ihre eigene Kraft und geraten schnell in Panik, wenn sie von der Strömung erfasst werden. So kommt es immer wieder zu gefährlichen und tödlichen Badeunfällen entlang des Lechs. Wer nicht schwimmen kann, sollte das Baden in fließenden Gewässern vollends unterlassen.
Der Lech bei Landsberg
Das Baden am Lech ist zwar an vielen Stellen flussabwärts des Lechwehrs erlaubt. Dennoch wird davor regelmäßig gewarnt, denn der Lech kann unberechenbar sein. Zu den beliebtesten Badestellen in Landsberg gehören die Kiesbänke unterhalb des Lady-Herkomer-Stegs. Doch Baden ist hier auf eigene Gefahr. „Der Lech ist und bleibt gefährlich“ sagte der Vorsitzende der Kreiswasserwacht, Frank Böhm unserer Zeitung.
Völlig untersagt ist das Baden am Lechwehr in der Landsberger Innenstadt. Die Lechstufen sind ein beliebtes Ausflugsziel und Fotomotiv, zum Baden aber viel zu gefährlich.
Der Lech in Augsburg
Die Warnungen für den Lech gelten selbstverständlich auch für die Badestellen in Augsburg. Abgesehen von den Strömungen des Flusses weist die Stadt Augsburg darauf hin, dass Lech, Wertach und die Kanäle im Stadtgebiet nicht auf Sauberkeit getestet werden und die hygienische Wasserqualität starken Schwankungen unterworfen ist. Bis auf wenige Ausnahmen ist das Baden in den Stadtkanälen ohnehin verboten. Wer das Verbot übertritt und erwischt wird, muss mit einer Geldbuße rechnen.
In Augsburg ist der Lech durch Staudämme- und Wehren relativ stark verbaut. Insbesondere in der Umgebung solcher Bauten ist die Strömung stark. Hier sollte man keinesfalls ins Wasser gehen.
Der Gartnersee in Gundelfingen
Aktuell ist der der Gartnerseee in Gundelfingen aufgrund Blaualgenbefalls gesperrt. Dort wurde eine erhöhte Konzentration an Cyanobakterien nachgewiesen. Diese können unter anderem allergische Reaktionen wie Hautreizungen oder Ohrenschmerzen auslösen. Wer das Wasser schluckt, kann mit Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen haben.
Kürzlich gab es am See außerdem einen tödlichen Unfall. Ein 23-Jähriger war nach Sprung vom Sprungturm nicht wieder aus dem Wasser aufgetaucht und später im Krankenhaus verstorben. In Dillingen stellt man sich daher in diesem Sommer besorgt die Frage, ob die Menschen immer schlechter schwimmen können – Selbstüberschätzung gehören zu den häufigsten Gründen für Badeunfälle.
Die Donau bei Neuburg
Auch die Donau ist wie der Lech als fließendes Gewässer oft tückisch. Immer wieder kommt es auch hier zu tödlichen Badeunfällen, zuletzt starben im Sommer 2024 zwei junge Männer, nachdem sie von der Strömung erfasst und weggetrieben worden waren.
Die Donau hat an einigen Stellen eine starke Sogwirkung, an einigen Stellen ist der Einstieg ins Wasser flach, fällt dann rapide ab. Wer kein sicherer Schwimmer ist, das Gewässer im Idealfall kennt, kann hier schnell in Gefahr kommen.
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