Noch immer sitzen infolge des Irankriegs zahlreiche Touristinnen und Touristen im Nahen und Mittleren Osten fest – manche von ihnen konnten nun aber aufatmen. Erste Flüge sind wieder Richtung Deutschland unterwegs. Am Dienstagabend sind auch zwei Flugzeuge aus dem Kriegsgebiet in München gelandet. Am späteren Abend landeten sowohl eine Maschine, die in Maskat, der Hauptstadt des Oman, gestartet war, als auch eine aus Dubai (Vereinigte Arabische Emirate). Das geht aus den Flugdaten des Flughafens München hervor.
900 Urlauber aus Golfregion am Flughafen München gelandet
Nach der Ankunft kam es bei einigen Urlaubern und ihren Angehörigen, die auf sie am Airport gewartet hatten, zu emotionalen Szenen, wie Fotos belegen. Menschen fielen sich gegenseitig in die Arme. Laut Bayerischem Rundfunk (BR) kamen rund 900 Menschen mit den beiden Flügen in der bayerischen Landeshauptstadt an. Viele von ihnen dürften bereits seit Tagen im Nahen und Mittleren Osten festgesessen haben.
Wie es bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) heißt, hätten viele der Touristen, die mit dem Sonderflug der Airline Emirates angekommen waren, zuvor auf einem Kreuzfahrtschiff im Hafen von Abu Dhabi ausharren müssen.
Weiter Ausfälle am Flughafen München und Airport Nürnberg
Bereits am 2. März war zwar ebenfalls ein Flieger aus der Golfregion in München gelandet. Doch der Airbus der Lufthansa, der in Abu Dhabi gestartet war, flog ohne Passagiere. Der Hintergrund war, dass es kein Kabinenpersonal gab. Außer den Piloten war also keine Besatzung an Bord des Flugzeugs.
Wie viele Flüge nun wieder aus der Golfregion nach Deutschland stattfinden können, ist noch unklar. An den bayerischen Flughäfen in München sowie in Nürnberg kommt es vorerst weiterhin zu zahlreichen Ausfällen.
Zehntausende Deutsche sitzen noch im Kriegsgebiet fest
Zehntausende Deutsche sitzen derzeit noch in Gebieten im Nahen und Mittleren Osten fest, nachdem sie dort Urlaub gemacht hatten oder in der Region eigentlich einen Umsteigeflug hatten nutzen wollen. Neben vereinzelten Linienflügen, die Urlauberinnen und Urlauber zurückbringen, sollen am Mittwoch auch Rückholflüge der Bundesregierung Menschen nach Deutschland holen. Kinder, Kranke und Schwangere werden dabei bevorzugt transportiert. Der Deutsche Reiseverband (DRV) und das Auswärtige Amt hatten angekündigt, dass die Rückholaktion am Dienstag, 3. März, starten sollte.
Am 28. Februar hatten die USA und Israel mit Angriffen auf den Iran begonnen. Seitdem herrscht Krieg in der Golfregion. Der Iran reagierte mit Vergeltungsschlägen auch auf mehrere Nachbarländer.
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