Vier Patienten, die positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, wurden am Montag im Dillinger Kreiskrankenhaus behandelt. Drei davon wurden beatmet. Neun weitere Verdachtsfälle und sieben Patienten mit anderen Infektionen befanden sich laut Uli-Gerd Prillinger, Geschäftsführer der beiden Kreiskliniken Dillingen und Wertingen, in Behandlung. In Wertingen waren es drei bestätigte Covid-19-Fälle, davon wurde ein Patient beatmet. Bei zwei weiteren Patienten bestand noch der Verdacht, einer wurde wegen einer Grippe behandelt, ein anderer war ebenfalls isoliert worden wegen eines bislang ungeklärten Durchfalls.
Sowohl in Wertingen als auch in Dillingen sind inzwischen reine Covid-Stationen eingerichtet worden. Dort werden andere Infekte wie etwa die Influenza nicht behandelt. Das Personal auf den neuen Stationen sei besonders geschult. Außerdem haben beide Häuser direkt am Freitag nach einem Angebot des Bayerischen Gesundheitsministeriums sieben Beatmungsgeräte bestellt – und am gleichen Tag noch die Zusage für Geräte und Kostenübernahme bekommen. Prillinger hofft jetzt, dass die Geräte noch im April zur Verfügung stehen.
Warum in Wertingen ein Zelt steht und in Dillingen nicht
Außerdem erklärte er, warum in Wertingen ein Zelt vor dem Krankenhaus steht und vor Dillingen nicht. In der Großen Kreisstadt sei das nicht notwendig, weil die Räume der Notaufnahme eine sichere Kontrolle ermöglichen. Über eine Extrazelle werde dort der Eintritt geregelt. In Wertingen dagegen sei die Situation dafür zu beengt.
Laut Dillinger Landratsamt waren am Montag insgesamt im Landkreis 50 Menschen am Coronavirus erkrankt, 223 befanden sich in Quarantäne.
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