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Kommentar: Wenn der Corona-Frust die Falschen trifft

Kommentar

Wenn der Corona-Frust die Falschen trifft

Cordula Homann
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    Wie soll man mit einem Patienten kommunizieren, wenn die Schutzkleidung das Gesicht abdeckt? Dabei brauchen die Patienten Zuspruch, bekommen sie doch derzeit keinen Besuch. Und manchen fällt auch das Telefonieren schwer. Da sind die Pflegekräfte auch gefordert, um zuzuhören.
    Wie soll man mit einem Patienten kommunizieren, wenn die Schutzkleidung das Gesicht abdeckt? Dabei brauchen die Patienten Zuspruch, bekommen sie doch derzeit keinen Besuch. Und manchen fällt auch das Telefonieren schwer. Da sind die Pflegekräfte auch gefordert, um zuzuhören.

    Muss ein Verwandter ins Krankenhaus, ist das schon schlimm genug. Kann man ihn dann nicht mal besuchen, ist es noch schlimmer. Und kann man auch sonst gar keinen Kontakt aufnehmen – wie schlimm ist das dann erst?

    Der besorgte Angehörige prallt auf die gestresste Pflegerin

    Natürlich will man als Angehöriger schnell gesicherte Informationen haben. Der Zustand des Verwandten könnte sich noch verschlechtern, es kann in diesen Zeiten sonst was passieren. Doch wo bekommt man diese Informationen her? Nur vom Krankenhaus selbst.

    Dort aber trifft der verzweifelte, drängende Verwandte mit seinem Anruf auf Personal, das ebenfalls seit einem Jahr unter Hochspannung steht. Und für das der zu Pflegende im Vordergrund steht, weniger der Angehörige. Solche Anrufe können unbefriedigend verlaufen. Doch schuld daran ist das Virus. Nicht das Pflegepersonal.

    Lesen Sie dazu auch: Kreis Dillingen: Wenn die Pflegerin auch zur Bezugsperson wird

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