Kein Kessel ist groß genug, um die Riesen-Blutwurst aus der Lauinger Sage zu sieden.Foto: Aumiller Karl
Für Lauingerinnen und Lauinger ist es nichts Schockierendes: die XXL-Blutwurst, die da von der Brücke baumelt und im Begriff ist, in der Donau zu versinken. Für Außenstehende könnte das Bild wohl skurriler nicht sein, wenn auf der Seebühne an der Segrepromenade das traditionelle Blunzensieden stattfindet. Ein Faschingsschmaus vom Feinsten.
So geht die Sage um das Blunzenfest in Lauingen
Was dahintersteckt? Der Sage nach wollten die Lauinger Metzger einen riesigen Blunzen kochen. Doch weil kein Kessel groß genug war, hing man die Wurst über die dampfende Donau – in der Hoffnung, den Blunzen so sieden zu können. Der Hunger war groß unter den Lauinger Metzgergesellen. Das Bier stand schon auf den Tischen. Und dann kamen noch die Faiminger dazu und klauten die Lauinger Riesen-Blutwurst. So oder so ähnlich geht die bekannte Lauinger Erzählung.
Am Samstag wurde die Blunzensieden-Sage abermals nachgespielt.Foto: Aumiller Karl
Am Samstag spielten Winzerverein, Schelmbräu und Bürgerverein Staufen die Sage erneut nach. Bürgermeisterin Katja Müller verlas die Geschichte. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer spendeten immer wieder Szenenapplaus. Im Anschluss ging der Festzug, angeführt von der Fanfare Brass Band, zum Albertus-Magnus-Gymnasium. Dort wurde mit Kesselfleisch und Schlachtleckereien gefeiert. Damit war das Spektakel also wieder nicht nur Futter für die Augen und die hungrige Faschingsseele, sondern auch ein Gaumenschmaus. Auch, wenn die kühle Donau nicht vermochte, die Riesen-Blutwurst tatsächlich zu sieden. (mit lagad)
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