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Bundeswehr: Es ist gut, dass das Dillinger IT-Bataillon 292 informiert

Kommentar

Es ist gut, dass das IT-Bataillon 292 informiert

Berthold Veh
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    Austausch beim Neujahrsempfang in der Dillinger Luitpold-Kaserne: (von links) Schwenningens Bürgermeister Johannes Ebermayer,  Verkehrs-Staatssekretär Ulrich Lange und Lutzingens Bürgermeister Christian Weber.
    Austausch beim Neujahrsempfang in der Dillinger Luitpold-Kaserne: (von links) Schwenningens Bürgermeister Johannes Ebermayer, Verkehrs-Staatssekretär Ulrich Lange und Lutzingens Bürgermeister Christian Weber. Foto: Berthold Veh

    Ein Rückblick: Noch vor wenigen Jahren waren Neujahrsempfänge in der Dillinger Luitpold-Kaserne wenig spektakulär. Ohne Risiko waren auch damals die Auslandseinsätze der Dillinger Soldaten nicht. Man freute sich bei dieser Gelegenheit, dass Angehörige des Informationstechnik-Bataillons heil von ihren Missionen in Afghanistan, Mali, Irak, Türkei, Kosovo, Somalia zurückgekehrt waren. Inzwischen ist die Stimmungslage bei diesem Treffen eine ganz andere. Russland überzieht seit vier Jahren die Ukraine mit einem Angriffskrieg, und die Sorge ist groß, dass etwa die baltischen NATO-Partner Litauen, Lettland und Estland potenzielle Ziele in Putins Machtstreben sein könnten. Weil US-Präsident Donald Trump Zweifel am Beistand der Amerikaner gesät hat, sind die Europäer gezwungen, ihre Verteidigungsaufgaben selbst zu übernehmen.

    Werden sich genug Freiwillige für die Truppe finden?

    Dass die Sicherheit Deutschlands und Europas auf dem Spiel steht, wurde beim Neujahrsempfang in Dillingen deutlich. Ebenso, dass die Kehrtwende von Auslandseinsätzen hin zur Landes- und Bündnisverteidigung eine Mega-Aufgabe ist. Brisant ist auch die Debatte, ob sich jetzt nach dem Versenden der Online-Fragebögen zur Wehrerfassung und der anstehenden Zwangsmusterung junger Männer genug Freiwillige finden werden, die in der Truppe dienen wollen. Oder ob die Wiedereinführung der Wehrpflicht nötig wird.

    Tausende Besucher dürften wieder in die Dillinger Kaserne kommen

    Längst vergangen sind die Diskussionen um den Erhalt des Bundeswehr-Standorts Dillingen, für den einst tausende Bürger und Bürgerinnen unterschrieben haben. Am Standort werden in diesen Tagen zweistellige Millionenbeträge in neue Gebäude investiert. Es ist gut, dass sich das IT-Bataillon 292 öffnet und informiert: Neben dem Tag der Begegnung wird es am 17. Oktober einen Tag der offenen Tür geben. Da dürften wiederum Scharen von Besuchern in die Dillinger Luitpold-Kaserne kommen. Dadurch wächst das Verständnis dafür, was die Soldaten und Soldatinnen vor Ort leisten. Mit moderner Informationstechnik stellen die Experten aus Dillingen sicher, dass eine Truppe überhaupt geführt werden und das Land verteidigen kann.

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