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Dillingen: Sorry, Schretzheim ist der größte Dillinger Stadtteil

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Sorry, Schretzheim ist der größte Dillinger Stadtteil

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    Schretzheim, im Hintergrund die Pfarrkirche Mariä Rosenkranzkönigin, ist mit 2522 Einwohnern der größte Dillinger Stadtteil.
    Schretzheim, im Hintergrund die Pfarrkirche Mariä Rosenkranzkönigin, ist mit 2522 Einwohnern der größte Dillinger Stadtteil. Foto: Jan Koenen (Archivbild)

    Einem Polit-Profi dürfte solch ein Fehler nicht unterlaufen. Denn er oder sie müsste sich den Fauxpas über Jahre hinweg im betreffenden Ort aufs Brot schmieren lassen. Bei Journalisten und Journalistinnen ist dies aber anders, da lassen Leser und Leserinnen dann doch gelegentlich Nachsicht walten.

    Schretzheim ist der einwohnerstärkste Stadtteil

    Darum geht’s: Vorige Woche haben wir über die Eingemeindung Hausens vor 50 Jahren nach Dillingen berichtet. Richtig ist: Es handelt sich um den ersten von sechs Stadtteilen, der am 1. Juli 1972 sein Heil im Schwäbischen Rom suchte. Falsch, und hier beginnt das Problem, ist aber: Hausen zählt zwar aktuell 2479 Einwohner und Einwohnerinnen und ist damit größer als viele Kommunen im Landkreis Dillingen. Es ist aber, was die Anzahl der dort lebenden Menschen betrifft, nicht „der weitaus größte Stadtteil“ der Großen Kreisstadt.

    Auch wenn die Sache denkbar knapp ist: Die Recherchen der Dillinger Stadtverwaltung haben klar ergeben, dass Schretzheim der einwohnerstärkste Stadtteil ist. Auch wenn die Sache gar nicht so eindeutig ist und das Dorf erst 1978 zu Dillingen kam: Mit aktuell 2522 Bürgerinnen und Bürgern liegt Schretzheim im Stadtteil-Ranking vorne. Es hat 43 Bewohner mehr als Hausen. Deshalb, liebe Schretzheimerinnen und Schretzheimer, bitten wir an dieser Stelle natürlich in aller Form um Nachsicht. Der Fehler soll nicht wieder vorkommen.

    Im Schretzheimer Baugebiet Egaublick wurden viele Häuser gebaut

    Insgeheim hatte unsere Redaktion, als erste Zweifel an der Tatsachenbehauptung über die Dillinger Einwohnerverhältnisse aufkamen, natürlich gehofft, dass Hausen bei der Einwohnerzahl knapp vorne liegen könnte. Und das, obwohl im Schretzheimer Baugebiet Egaublick die Häuser wie die Pilze aus dem Boden geschossen sind. Aber auch in Hausen wird rege gebaut – und das Gewerbegebiet Siemensstraße liegt ja auch auf dessen Flur. Zudem hat sich der Stadtrat in diesen Tagen an die Erweiterung des Baugebiets Wittislinger Straße gemacht. Und Oberbürgermeister Frank Kunz ist mit seiner Familie nach dem Motto „Hausen zieht an“ in den Dillinger Stadtteil gezogen. Könnte also gut sein, dass der Zweitgrößte unter den sechs Dillinger Stadtteilen bald die Nase vorn hat.

    Bis dahin gilt aber der Grundsatz: Ehre, wem Ehre gebührt. Schretzheim hat seine Liebe zum Schwäbischen Rom zwar erst sechs Jahre später als Hausen entdeckt. Der Ort, wo Egau und Zwergbach zusammenfließen, ist aber der größte Dillinger Stadtteil. Noch – oder vielleicht für immer.

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