Der stellvertretende Kommandant Jochen Bucher ist bei der Dienst- und Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Dillingen einstimmig in seinem Amt bestätigt worden. Zusammen mit dem Kommandanten Markus Pfeifer möchte Bucher die Entwicklung der Feuerwehr in den kommenden sechs Jahren weiter vorantreiben, heißt es in einer Pressemitteilung. Pfeifer und Bucher sind inzwischen 30 Jahre bei der Feuerwehr aktiv.
Stadtbrandinspektor Markus Pfeifer hatte eingangs über die Ereignisse des vergangenen Jahres berichtet. Seinen Angaben zufolge musste die Wehr 207-mal zu Einsätzen ausrücken. Dies ist ein leichter Rückgang gegenüber dem Jahr 2024, das unter anderem durch das große Hochwasser geprägt war. Die Anzahl an Einsätzen sei aber „weiterhin hoch“.
„Zusammenarbeit mit den Stadtteil-Feuerwehren ist harmonisch“
Pfeifer stellte fest, dass die Zusammenarbeit mit den sechs Stadtteil-Feuerwehren harmonisch sei. Die insgesamt 350 Feuerwehrdienstleistenden im gesamten Stadtgebiet bilden seiner Ansicht nach eine schlagkräftige Truppe, welche in puncto Mannschaft und Ausrüstung den Vorgaben entspreche. Schwerpunkt des Übungsgeschehens war insbesondere die Vorbereitung auf Gefahrguteinsätze. Die Feuerwehr bestand zum Jahreswechsel aus 68 Aktiven, wovon 46 Atemschutzgeräte tragen dürfen. Um auch die Ausrüstung auf hohem Niveau zu halten, wurde im Jahr 2025 eine Sandsack-Abfüllmaschine beschafft sowie die Alarmierung auf Digitaltechnologie umgestellt. Gemäß dem Feuerwehr-Bedarfsplan steht für die kommenden Jahre die Ersatzbeschaffung der Drehleiter an.
Der Stadtbrandinspektor sprach auch über den Umbau des Feuerwehrgerätehauses. Die Umbaumaßnahmen zur Erneuerung des Atemschutzzentrums der Feuerwehren des Landkreises haben begonnen und werden durch die Stadt Dillingen vorfinanziert. Nach Fertigstellung werden sowohl die Werkstatt zur Wartung und Pflege sowie die Übungsanlage zur Ausbildung der Atemschutzgeräteträger des Landkreises auf dem neuesten Stand sein, betonte Pfeifer.
Kreisbrandinspektor Thomas Schuhwerk stellt sich bei der Dillinger Wehr vor
Neu in Dillingen vorgestellt hat sich Kreisbrandinspektor Thomas Schuhwerk, der Nachfolger von Uwe Neidlinger. Zusammen mit Kreisbrandrat Frank Schmidt betonte er, dass man die Unterstützung der Landkreisinteressen durch die Feuerwehr Dillingen sehr zu schätzen wisse. Die Verantwortlichen erwähnten, dass die Aufgaben der Wehren immer umfangreicher werden. Da tue es gut, „wenn man mit der Dillinger Feuerwehr einen unaufgeregten Partner zur Seite hat“.
Sehr positiv hat sich laut Pressemitteilung die jetzt 14 Mitglieder zählende Jugendgruppe um Johannes Miller entwickelt. 2025 wurden die langjährigen Mitglieder Simon Kirzinger und Jordan Hartmann in den aktiven Dienst der Feuerwehr verabschiedet. Oberbürgermeister Frank Kunz sagte, dass trotz der rasant zunehmenden finanziellen Probleme der Städte und Gemeinden die Feuerwehr immer eine bedarfsgerechte Unterstützung bekommen solle. Dafür werde er sich im Stadtrat einsetzen.
Andreas Mendel (25 Jahre aktive Dienstzeit) sowie Stephan Greck und Jürgen Rieder (40 Jahre aktive Dienstzeit) erhielten Ehrenabzeichen. Vorsitzender Jens Fischer berichtete, dass der Verein mit seinen derzeit 262 unterstützenden Mitgliedern bereits seit 35 Jahren eine aktive Partnerschaft mit der Feuerwehr aus Brand-Erbisdorf pflegt. „In dieser Zeit ist es nie zu einer Funkstille gekommen“, so Fischer. In großer Regelmäßigkeit finden gegenseitige Besuche statt, so zuletzt anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Brander Wehr 2025. Darauf sind Fischer und sein Stellvertreter Matthias Roller sehr stolz. Sie dankten auch Vorgänger Herbert Behringer, dem Mitinitiator der Partnerschaft. (AZ)
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren