Der Verkehr in Höchstädt - kaum ein Thema ist enger mit der Stadt verbunden. Seit Jahrzehnten ist vor allem die Situation in der Innenstadt Dauerbrenner bei Stadtratssitzungen, Bürgerversammlungen und am Stammtisch. Mindestens genauso lange feilen die (wechselnden) Verantwortlichen an Lösungen, unzählige Pläne für eine Entlastung wurden entworfen, verändert oder umgesetzt. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.
Dieser Tage stand vor allem der Marktplatz im Fokus. Wie berichtet, hat der damalige Seniorenbeirat den entscheidenden Anstoß gegeben, dass sich die Situation speziell für Fußgänger dort verbessern soll. Bisher war ein Zebrastreifen über die B 16 zwischen altem Rathaus und Marktplatz der einzige Überweg. Hinzu kommt, dass Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Wertingen kommen, beim Abbiegevorgang teils sehr viel Geduld aufbringen mussten. Eine Ampelanlage soll Abhilfe schaffen. Das Staatliche Bauamt hat diese Woche alles aufgebaut und neue Markierungen angebracht. Seit Freitag schaltet Höchstädt rot, grün und orange - und der Zebrastreifen ist hinfällig.
Höchstädter müssen die neuen Regeln auch annehmen
Diese Maßnahmen sorgten schon vor Start für reichlich Diskussionen – und genau das ist auch richtig so. Schließlich verändert sich mitten in der Innenstadt ein Verkehrsknotenpunkt, den viele Menschen seit Jahrzehnten gewohnt sind. Die Skepsis ist nachvollziehbar, auch die Befürchtungen, dass der Rückstau noch größer werden oder sich eine neue Engstelle entwickeln könnte. Niemand steht gerne im Stau oder wartet an roten Ampeln. Gleichzeitig darf man aber nicht vergessen, worum es bei dem Versuch geht: mehr Sicherheit für Fußgänger und ein besser geregelter Verkehr. Gerade zu Stoßzeiten.
Deshalb ist es sinnvoll, der Testphase eine faire Chance zu geben. Jetzt gilt: beobachten, auswerten und dann entscheiden. Genau dafür ist ein Testlauf da.
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