Auf der Fristinger Umgehung hat es am Montagmorgen erneut gekracht. Zwei Autofahrer haben bei dem Verkehrsunfall mittelschwere Verletzungen erlitten. Ein 22-jähriger Autofahrer kam gegen 7.20 Uhr auf einem geteerten Feldweg von Kicklingen her angefahren und wollte die Staatsstraße 2030 geradeaus in Richtung Fristingen überqueren. Dabei übersah er laut Polizei den von rechts kommenden Wagen einer 36-Jährigen, die in Richtung Kicklingen unterwegs war. Ein Rettungshubschrauber brachte den verletzten Mann ins Uniklinikum nach Augsburg, die Frau kam mit dem Rettungswagen ins Dillinger Kreiskrankenhaus. Wir haben nachgefragt, ob die Staatsstraße bei Fristingen unfallträchtig ist.
Unfälle auf der Strecke zwischen Kicklingen und der T-Kreuzung in Richtung Dillingen sind keine Seltenheit. So wollte erst im November eine 38-Jährige auf Höhe Fristingen ein Fahrzeug überholen. Doch in diesem Moment war bereits ein 22-Jähriger hinter ihr im Überholvorgang. Es kam zum Zusammenstoß. Die Folge: drei beschädigte Fahrzeuge, doch zum Glück keine Verletzten.
Anfang Oktober fuhr ein 22-jähriger Autofahrer in einen Traktor samt Anhänger, als dessen Fahrer gerade links in Richtung Steinheim abbiegen wollte. Auch dabei wurde glücklicherweise niemand verletzt. Ein Unfall mit rund 40.000 Euro Schaden ereignete sich im Februar dieses Jahres ein Stück weiter Richtung Dillingen, auf Höhe des Nordfelderhofs: Ein Transporter schrammte einen Skoda seitlich. Ein Teil der Insassen musste vorsichtshalber in ein Krankenhaus gefahren werden. Im Herbst 2024 wurde ein 63-jähriger Radler beim Queren der Staatsstraße in Fristingen von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Die Reihe ließe sich weiter fortsetzen.
Polizeiinspektion Dillingen: „Das ist keine unfallträchtige Problemstrecke“
Die Polizeiinspektion Dillingen weist auf Anfrage unserer Redaktion aber die Vermutung zurück, dass es sich bei der Staatsstraße bei Fristingen um eine Unfallstrecke handle. „Das ist keine unfallträchtige Problemstrecke“, sagt Polizeioberkommissar Vitalij Leibel. Bei dem Unfall am Montag sei nach ersten Erkenntnissen davon auszugehen, dass Unaufmerksamkeit die Ursache gewesen sein könnte. Es sehe so aus, als ob eine klassische Vorfahrtsmissachtung vorliege. Sollte baulich für mehr Sicherheit gesorgt werden? Das Verkehrsaufkommen auf dem untergeordneten Feldweg, so entgegnet Leibel, sei gering.
Anders sei es allerdings an der T-Kreuzung beim Nordfelderhof zur Staatsstraße 2032 (Holzheim–Dillingen), denn dort krache es öfter. Gerade im Feierabendverkehr, wenn Autofahrer, die aus dem Wertinger Raum kommen, nach rechts in Richtung Dillingen abbiegen, komme es immer wieder zu Auffahrunfällen, erläutert der Polizeisprecher.
Baudirektor Reiser: „Die Unfallzahlen bewegen sich in einem normalen Rahmen“
Baudirektor Andreas Reiser vom Staatlichen Bauamt Krumbach hat in seinen Unterlagen nachgesehen. Die Staatsstraße bei Fristingen werde täglich im Durchschnitt von etwa 6300 Kraftfahrzeugen befahren. „Das ist eine starke Belastung, und wo viel Verkehr ist, passieren gelegentlich Unfälle“, stellt Reiser fest. Die Zahlen bewegen sich seinen Worten zufolge „in einem normalen Rahmen“, eine Häufung an Unfällen gebe es nicht. Die T-Kreuzung sei früher mal ein Unfallschwerpunkt gewesen. Hier gebe es Überlegungen, eine Verkehrsinsel zu schaffen, damit Fahrradfahrer die Staatsstraße leichter queren können. Bisher gebe es lediglich eine Markierung.
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