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Kommentar: Echte Auswahl bei der Landratswahl ist ein Muss

Kommentar

Echte Auswahl bei der Landratswahl ist ein Muss

Berthold Veh
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    Im Mai wird ein Nachfolger von Landrat Leo Schrell gewählt. Noch gibt es keinen Kandidaten für das Amt.
    Im Mai wird ein Nachfolger von Landrat Leo Schrell gewählt. Noch gibt es keinen Kandidaten für das Amt. Foto: Heinrich (Symbolbild)

    Die Landratswahl im Kreis Dillingen am 15. Mai wird spannend. Bereits der Beginn der Kandidatensuche hat Überraschungen gebracht. Zumindest für die CSU und die Freien Wähler, denn die Christsozialen hatten auf den Dillinger Oberbürgermeister Frank Kunz gesetzt, und viele FWler hätten sich gut vorstellen können, dass der Parlamentarische Geschäftsführer der Landtagsfraktion, Fabian Mehring, antritt.

    Die beiden politischen Schwergewichte haben abgesagt. CSU und Freie Wähler scheinen, was die Kandidatenkür anbelangt, gegenwärtig noch ziemlich blank. Aber das ist ja kein Beinbruch, Wahlvorschläge können ohnehin erst in dreieinhalb Wochen eingereicht werden. Bis dahin wird es viele Spekulationen geben, wen die Parteien für das wichtigste Amt im Landkreis ins Rennen schicken werden.

    Eva Lettenbauer ist im Gespräch

    Bei den Grünen ist die Landesvorsitzende Eva Lettenbauer im Gespräch. Es ist nach der Reaktion der 29-Jährigen gut vorstellbar, dass die Landtagsabgeordnete aus Reichertswies im Donau-Ries-Kreis antreten wird. Als vor der Absage des Meitinger FW-Politikers Mehring bei den Christsozialen, der stärksten Fraktion im Dillinger Kreistag, diese Woche auch der Name des Meitinger Bürgermeisters Michael Higl auftauchte, stellten sich mancher Beobachter die Frage: Gibt es im Landkreis Dillingen selbst keine geeigneten Bewerber und Bewerberinnen?

    Am 15. Mai ist Wahl im Landkreis Dillingen

    Das Problem ist wohl, dass sich potenzielle Kandidaten und Kandidatinnen aus der Region auf größerer Bühne noch keinen Namen machen konnten. Die Parteien, die sich bei der Abstimmung am 15. Mai Chancen ausrechnen, haben eine interessante Denksportaufgabe zu lösen: Setzen sie auf Kandidaten oder Kandidatinnen aus dem Landkreis, die noch verhältnismäßig unbekannt sind, oder nominieren sie prominentere Bewerber oder Bewerberinnen von außerhalb.

    Die Landratswahl 2004 ist bei vielen unvergessen. Damals lieferten sich die beiden CSU-Politiker Georg Winter und Leo Schrell, der zu den Freien Wählern wechselte, ein Duell mit dem bekannten Ausgang. Bernd Steiner (SPD) und Hermann Mack (REP) komplettierten das Bewerberfeld. Es ist zu wünschen, dass es auch dieses Mal viele Kandidaten und Kandidatinnen geben wird. Die Bürger und Bürgerinnen brauchen eine echte Auswahl.

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