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Kurios: AKW Gundremmingen: Account, der sich als Trumps Sohn ausgibt, meldet sich zu Wort

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AKW Gundremmingen: Account, der sich als Trumps Sohn ausgibt, meldet sich zu Wort

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    Treibt ihn die Sprengung der Kühltürme in Gundremmingen um? Wohl eher nicht. Barron Trump, der jüngste Sohn des US-Präsidenten.
    Treibt ihn die Sprengung der Kühltürme in Gundremmingen um? Wohl eher nicht. Barron Trump, der jüngste Sohn des US-Präsidenten. Foto: Matt Rourke, AP/dpa (Archivbild)

    Hinweis in eigener Sache: In einer früheren Version des Artikels hatten wir geschrieben, dass sich Trumps Sohn Barron Trump selbst geäußert hatte. Der X-Account gehört jedoch nicht ihm, sondern ist lediglich ein Fan-Account. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

    Auf dem Kurznachrichtenportal X, ehemals Twitter, landen manchmal die ganz großen Themen in einem Topf. Die Nutzer auf der ganzen Welt bedienen sich dieser Zutaten. So auch in diesem Fall: Ein Account, der sich Barron Trump nennt, so wie der jüngste Sohn des US-Präsidenten, hat sich zur Sprengung der Kühltürme in Gundremmingen zu Wort gemeldet. Dabei spannte er den großen Bogen über Angela Merkel bis nach Amerika.

    Weil sich der oder die Betreiber des Accounts offenbar große Sorgen um Deutschlands Zukunft macht, sah man sich gezwungen, das Geschehen zwischen Dillingen und Günzburg für seine über 500.000 Follower einzuordnen. Auf dem Profil, das sonst vor allem Fox-News-Videos zeigt, sorgt das für Abwechslung – mit einem Schnipsel des Bayerischen Fernsehens. Es ist ausgerechnet die wacklige, unscharfe Aufnahme, in der die BR-Moderatorin Judith Zacher wegen eines Regiefehlers im Weg steht.

    Accountbetreiber wegen Sprengung in Gundremmingen sauer: „Nur ein Land ist so dumm“

    In dem Beitrag ist zu lesen: „Nur ein Land war dumm genug, alle seine Atomkraftwerke zu sprengen und dann die Kohleproduktion hochzufahren, während es vorgab, ‚den Klimawandel zu bekämpfen‘. Deutschland.“ Für die folgende These wird kein Quellenhinweis geliefert: „Jetzt sind die Stromkosten dreimal so hoch wie in den USA, und die Produktionsbasis bricht zusammen. Hunderttausende Arbeitsplätze sind verloren gegangen, weil die Politiker nicht über einen Hashtag hinausdenken können.“ Mit dem Hashtag könnte „Klimawandel“ gemeint sein – ein Wort, das in Politik und Gesellschaft tatsächlich oft geschrieben oder ausgesprochen wird.

    In diesem Fall stammen die Beiträge von einem Account, der sich als „Fan-Account“ von Trump-Sohn Barron bezeichnet. Aber auch der echte Barron Trump wird in der Öffentlichkeit immer aktiver. Während Trumps erster Präsidentschaft blieb er weitestgehend in Deckung – auf Geheiß seiner Mutter Melania, wie es heißt. Doch der inzwischen über zwei Meter groß gewachsene Mann mischt immer mehr bei Debatten mit. Und die Medien liegen auf der Lauer. Barron soll auch derjenige gewesen sein, der Trump riet, im Wahlkampf auf junge Influencer und Podcaster zu setzen.

    Der Account teilt auch gegen Angela Merkel aus und erinnert an AfD-Thesen

    Auf dem Account heißt es weiter, dass Deutschland sehr gute Ingenieure hat. Doch das Land werde von den „dümmsten Politikern“ regiert, die jemals gewählt wurden. Erstaunlich, dass AfD-Chefin Alice Weidel den Post noch nicht geteilt hat, denn der Account bedient sich derselben Erzählung: „Merkel hat dieses Land ruiniert.“ Zum Schluss wird der Bogen zum verregneten BR-Video aus Gundremmingen gespannt – mit einem Satz, dem nicht widersprochen werden kann: „Energiepolitik hat Konsequenzen.“ Doch ob die Prognose eintrifft, wird sich zeigen. Es wird gewarnt: „Deutschland lernt das auf die harte Tour.“

    Als Bundeskanzler Friedrich Merz bei Donald Trump im Weißen Haus zu Besuch war und sich die Regierungschefs wie Kumpels vor den Kameras zeigten, hatte Merz den US-Präsidenten prompt nach Deutschland eingeladen. Er wolle ihm Kallstadt zeigen – ein Dorf in Rheinland-Pfalz, in dem Trumps Vorfahre und Merz‘ Namensvetter Friedrich gelebt hat. Falls das mit dem Besuch je funktioniert, könnte der echte Barron mit in den Flieger steigen. Und Gundremmingen einen Besuch abstatten. Der Betreiber des Accounts war offenbar noch nie auf deutschem Boden. So könnte ihm jemand zeigen, dass dort Deutschlands größter Batteriespeicher im Entstehen ist. Mit „hundreds of thousands“ – nein, „millions of kilowatt hours“. Und Arbeitsplätzen.

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