Mehr als 100 Einsatzkräfte haben in der Nacht zum Samstag beim Brand des Wohnblocks am Galgenberg in Dillingen Schlimmeres verhindert. Elf Menschen erlitten dabei teils schwere Rauchgasvergiftungen. Nach dem Feuer haben sich nun die Bewohner und Bewohnerinnen des Wohnblocks mit der Adresse Am Galgenberg 14-16 zu Wort gemeldet. „Als Hausgemeinschaft möchten wir uns von Herzen bei allen bedanken, die während des Brands und in den Stunden danach im Einsatz waren“, heißt es in einer Mitteilung an unsere Redaktion.
Helfer und Helferinnen um Einsatzleiter Robin Graf, Zugführer der Dillinger Feuerwehr, waren von Freitagabend kurz nach 22 Uhr bis Samstagmorgen, 6 Uhr, bei der Brandbekämpfung vor Ort. „In einer für viele Bewohner sehr belastenden Situation haben wir große Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit, Ruhe und außergewöhnliches Engagement erlebt“, danken die Bewohner. Und weiter heißt es in der E-Mail der Hausgemeinschaft: „Besonders beeindruckt hat uns die schnelle Reaktion sowie die fürsorgliche Betreuung und Unterstützung vor Ort.“
Dank des entschlossenen Handelns aller Beteiligten habe Schlimmeres verhindert werden können, betont Zoran Leutar. „Dafür möchten wir als Hausgemeinschaft unseren tiefen Respekt und unsere aufrichtige Dankbarkeit aussprechen“, schreibt der Dillinger im Namen der Bewohner des Wohnblocks an die Adresse der Feuerwehren Dillingen, Donaualtheim und Lauingen, des Roten Kreuzes, der Psychosozialen Notfallversorgung und der Polizei. „Vielen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz und Ihre Unterstützung unserer Hausgemeinschaft in dieser schweren Situation“, schließt das Schreiben.
Der Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Dillingen, Michael Lechner, teilt auf Anfrage mit, dass die beiden Schwerverletzten, die Rauchgasvergiftungen erlitten hatten, das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen konnten. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern seinen Worten zufolge noch an. Ein Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamts werde die Ermittler der Dillinger Kripo unterstützen. Insgesamt bezifferte die Polizei den Schaden auf mehr als eine Million Euro. Das Schadensausmaß an der Wohnung, in der das Feuer ausbrach, sei „enorm“.
Gutachter empfiehlt, nicht in Wohnungen mit Brandgeruch zu schlafen
Auch Nachbarn der ausgebrannten Wohnung können ihre Räume nach Informationen unserer Redaktion momentan nicht bewohnen. Ein Gutachter habe empfohlen, in Wohnungen mit starkem Brandgeruch vorerst nicht zu schlafen. Allerdings bleiben manche Bewohner offensichtlich mangels einer alternativen Unterkunft trotzdem dort. „Besonders für Familien mit Kindern ist die Situation natürlich sehr belastend“, heißt es. Betroffen seien etwa fünf Wohnungen.
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