Als Tabellenvierter hatte der FC Gundelfingen die erste Saison nach dem Wiederaufstieg in die Bayernliga Süd abgeschlossen, hatte dabei mit 55 Zählern mehr Punkte als jedes andere Bayernliga-Team in der Vereinshistorie gesammelt. Doch die herausragende Saison 2025/26 ist Geschichte – und das Team ebenso. Insgesamt neun Kicker haben die Grün-Weißen verlassen. Doch die Verluste hat der FC Gundelfingen auffangen können.
Der Sportliche Leiter Stefan Kerle und Kaderplaner Rudi Schiller waren in den vergangenen Monaten stark gefordert und haben eine Mannschaft zusammengestellt, die sich auch in der anstehenden Saison behaupten kann. Am 15. Juni starten Chefcoach Thomas Rudolph und Co-Trainer Stefan Heger mit der Vorbereitung – und können etliche neue, allerdings auch altbekannte Gesichter begrüßen. Zur letzteren Gruppe gehört Simon Achatz, dessen Verbleib an der Donau lange Zeit in der Schwebe war. Für den Offensiv-Allrounder stand eine Rückkehr zum Regionalligisten Schwaben Augsburg im Raum, der Wechsel schien bereits perfekt. Doch letztlich entschied sich der Leistungsträger doch dafür, weiter für den FCG aufzulaufen. Genauso wie Leon Sailer oder Yannick Maurer, die beide ihre Verträge verlängert haben. „Diese Personalien sind mindestens so wichtig wie die Neuverpflichtungen“, betont Stefan Kerle.
Zwei neue Torhüter
Wobei er sich auch von den Zugängen viel verspricht. Im Tor werden Niklas Frank (SV Cosmos Aystetten) und Valentin Rommel (FV Illertissen II) um die Nummer eins kämpfen, nachdem das bisherige Keeper-Duo Tobias Werdich und Andreas von Mücke den Verein mit noch offenem Ziel verlassen haben. Für die Abwehr ist Engjëll Havolli eingeplant, der vom Bayernliga-Absteiger Türkspor Augsburg kommt und zuvor bei Schwaben Augsburg schon Regionalliga-Luft schnupperte. Bei Türkspor Augsburg lief er zuletzt zusammen mit Luca Kerber auf. Allerdings war Kerber nur kurz dort, zuvor war der 19-jährige Mittelfeldspieler lange im Nachwuchs des FC Augsburg aktiv und war im Sommer vergangenen Jahres zum TSV Kottern zurückgekehrt, wo er verletzungsbedingt allerdings nur einen Bayernliga-Einsatz hatte.
Bis auf eine Personalie Planungen abgeschlossen
Für die Offensive vermeldet der FCG drei Kicker. Der Wechsel von Torjäger Jannik Leibing, der den FC Neenstetten noch zur Bezirksliga-Meisterschaft schoss, stand schon länger fest. Vom Nachwuchs des VfR Aalen kehrt Malte Winkler in die Gärtnerstadt zurück, wo er bis 2020 schon aktiv war. Eine Gundelfinger Vergangenheit hat außerdem Fabian Rothermel, der sogar noch für die Junioren auflaufen dürfte. Doch der 18-Jährige, der von der U19 des TSV 1860 München zurückkehrt, wird vorzeitig in den Herrenbereich hochgezogen. „Rothermel wird auf jeden Fall zum Bayernliga-Kader gehören. Wichtig ist aber, dass er auch Spielpraxis sammelt. Wenn das noch nicht auf Anhieb in der Ersten klappt, ist klar abgesprochen, dass er dann in der U23 spielt“, betont Kerle, der ergänzt: „Bis auf eine Personalie sind unsere Planungen somit abgeschlossen.“
Das erste Testspiel bestreitet der FC Gundelfingen am 20. Juni (11 Uhr) beim Landesligisten TSV Rain/Lech, es folgen Partien beim FC Memmingen (27. Juni, 11 Uhr) und Heimspiele gegen den FC Stätzling (3. Juli, 18.30 Uhr), den FC Augsburg II (7. Juli, 18.30 Uhr) sowie den FC Ingolstadt II (11. Juli, 16 Uhr).
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