Die Laterna magica oder auch „Zauberlaterne“ ist der Ur-Beamer aus dem 17. Jahrhundert – und das Objekt des Monats September. Allmonatlich stellt das Heimatmuseum Wertingen einen oder mehrere Gegenstände aus der eigenen Sammlung vor. Sie haben alle einen historischen Bezug. Aus der „Zauberlaterne“, die nun im September an der Reihe ist, entwickelten sich Diaprojektor und Beamer. Ihr Prinzip ist einfach: Die Strahlen einer Lichtquelle werfen, durch Reflektoren und Linsen gebündelt, das Motiv eines Glasbildes an die Wand.
Das Wertinger Heimatmuseum hat eine Laterna magica
Als Erfinder der Laterna magica gilt der Niederländer Christiaan Huygens (1629-1695). Sie war vom 17. Jahrhundert bis Anfang des 20. Jahrhunderts weitverbreitet und erreichte die Qualität eines Massenmediums. Abgelöst wurde die Laterna magica durch den Diaprojektor, der 1926 erfunden wurde. Die als Objekt des Monats September gezeigte Laterna magica stammt von der Wertinger Mittelschule. Die Lichtquelle ist in ihrem Fall eine kleine Petroleumlampe mit Glaszylinder. Ein Kamin, in der Form einem Ofenrohr ähnlich, sorgt für den Rauchabzug und dafür, dass es im Inneren des Projektors nicht zu heiß wird. Als Zubehör erhielt das Museum unter anderem die Glasbilder zu der Geschichte „Der verzauberte Kuchen“.
Außerdem besitzt das Museum ein Filmabspielgerät samt Filmen (Zelluloid-Rollen) in der Technik der Laterna magica. Diese Objekte stammen ebenfalls von der Mittelschule Wertingen und wurden dem Museum im vergangenen Jahr übergeben.
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