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Donauwörth: In Donauwörth ist das Parkhaus am Bahnhof ein Dauerproblem

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In Donauwörth ist das Parkhaus am Bahnhof ein Dauerproblem

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    Das Projekt Parkhaus am Donauwörther Bahnhof ist in der Warteschleife. Jetzt hat der Stadtrat einen Beschluss gefasst.
    Das Projekt Parkhaus am Donauwörther Bahnhof ist in der Warteschleife. Jetzt hat der Stadtrat einen Beschluss gefasst. Foto: Barbara Würmseher

    Der Bahnhof Donauwörth ist seit Jahrzehnten ein Dauerproblem. Seit Jahren wird an dem Verkehrsknoten geplant. Aktuell läuft die Baustelle, um die Gleise barrierefrei zu erreichen. Und auch vor der Tür sollte sich für die vielen Pendler schon lange etwas tun.

    Doch das Projekt Parkhaus ist in der Warteschleife. Denn erst die Verhandlungen mit der Bahn und schließlich die Auflagen zum Brandschutz haben der geplanten Erweiterung den Zeitplan ordentlich durcheinandergewirbelt. Jetzt aber kommt Bewegung in das Vorhaben.

    Das Parkhaus am Bahnhof ist über die Jahre zu klein geworden. Die Bauarbeiten an der östlichen Seite stehen trotz beschlossener Erweiterung seit einiger Zeit still. Wann es weitergeht, ist noch ungewiss.
    Das Parkhaus am Bahnhof ist über die Jahre zu klein geworden. Die Bauarbeiten an der östlichen Seite stehen trotz beschlossener Erweiterung seit einiger Zeit still. Wann es weitergeht, ist noch ungewiss. Foto: Thomas Hilgendorf

    Der Brandschutz braucht Zeit

    Rückblick: Im Sommer 2016 war klar, das Parkhaus am Bahnhof wird erweitert. Der Stadtrat hatte sein Plazet gegeben. Knapp 1,1 Millionen Euro waren seinerzeit vom Architekturbüro Obel aus Donauwörth als Kosten veranschlagt worden. Darunter auch Stellplätze für Radfahrer.

    Dann aber zeigte sich, dass man den Brandschutz am Erweiterungsbau nicht losgelöst vom bestehenden Gebäude betrachten kann. Ein externes Büro erstellte eine neue Brandschutzplanung – und das dauerte.

    Studie hält weitere 48 Stellplätze für nötig

    Das Ergebnis: Erst nach einer Brand- und Rauchgassimulation kann nun wieder geplant werden. Eigentlich hätten die Bohrpfahlarbeiten bereits Mitte November 2017 begonnen. Das Projekt sollte bis September 2018 fertig sein. Dann sollte es am Donauwörther Bahnhofsparkplatz 48 Stellplätze zusätzlich geben. Die Studie eines externen Büros war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Parkplätze dringend benötigt würden. Doch dann waren die Maschinen abgezogen worden.

    Inzwischen war für die östliche Seite eine neue Situation eingetreten. Der Anbau sei zurückgestellt worden, da sich die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn, die Verlegung von Masten und Kabelleitungen im vorgesehenen Baugrundstück als schwierig erwiesen, hieß es damals.

    Die Stadt Donauwörth will die Bedingungen für Radler verbessern. Hier die Abstellanlage am Bahnhof der Großen Kreisstadt.
    Die Stadt Donauwörth will die Bedingungen für Radler verbessern. Hier die Abstellanlage am Bahnhof der Großen Kreisstadt. Foto: Claudia Hamburger

    Verzögerung mit Folgen

    Die Verzögerungen haben Folgen: Nun ist mit Gesamtkosten für die Parkhauserweiterung West inklusive der Brandschutzmaßnahmen im Bestandsgebäude in Höhe von 1,65 Millionen Euro zu rechnen. Allein für das Altgebäude sind 255.000 Euro für den Brandschutz aufzuwenden. An Fördermitteln sind 264.000 Euro in Aussicht gestellt. 300.000 Euro wiederum seien bereits für die damaligen Erstarbeiten bezahlt worden.

    „Jetzt müssen wir aber aufs Tempo drücken“, sagte für die CSU-Fraktion Jonathan Schädle in der Sitzung des Stadtrates am Donnerstagabend im Tanzhaus. Hier war das Thema auf der Agenda. Schädle sieht die Erweiterung auch im Hinblick auf die derzeit laufende Modernisierung des Bahnhofs als „strategisch wichtig“. Die zusätzlichen Parkplätze würden dringend benötigt. Auch zur möglichen Osterweiterung des Parkhauses müssten die Gespräche nun intensiviert werden.

    Zähneknirschende Zustimmung

    Auch Grünen-Fraktionssprecherin Bärbel Stahl nannte die Parkhauserweiterung notwendig. „Immer mehr weichen aus und nutzen den Zustieg mit idealer Parkmöglichkeit am Bahnhof in Mertingen.“ Zustimmung signalisierte ebenso Brigitte Kundinger-Schmidt (SPD), allerdings fast zähneknirschend. „Die Kosten sind exorbitant hoch“, sagte sie. Manfred Hofer (EBD) plädierte ebenso für eine Verwirklichung. Man wisse, wie lange es dauere, neue Projekte zu planen. In diesem Fall sei man in der glücklichen Lage, „sofort loslegen zu können“.

    Das Geld für andere Projekte verwenden

    Ganz anderer Meinung ist Michael Bosse (PWG/FW/BfD). Inzwischen bestünden am Bahnhof weitere Parkmöglichkeiten auf dem Grundstück, das eine Bank zur Verfügung gestellt habe, „und zwar längerfristig“. Deshalb könne man das Geld für andere Projekte einsetzen, erklärte er. Man verspüre keinen Druck. Bosse erinnerte an die neuen Ideen für den Bahnhof. Im Zuge des Durchstichs könne auf der anderen Seite gegebenenfalls ein neues Parkhaus zusätzlich gebaut werden. Bosse plädierte nachdrücklich dafür, die Westerweiterung vorerst nicht weiter zu folgen und „das Geld anderen Projekten zuzuführen“.

    Gegen acht Stimmen winkte der Stadtrat das Vorhaben letztlich durch. Im Haushalt 2021 sollen die entsprechenden Mittel eingeplant werden. Mehrheitlich einig war man sich außerdem, am seinerzeit mit einer Baufirma geschlossenen Vertrag festzuhalten und die Maßnahme nicht neu auszuschreiben.

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