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Verkehr: Parken in Donauwörth bleibt erst mal schwierig

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Parken in Donauwörth bleibt erst mal schwierig

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    Finde den Fehler: Das Tanzhaus-Parkhaus ist zwar gesperrt, allerdings nach wie vor als offen ausgewiesen. Wenige Meter weiter steht der Parkplatzsucher dann vor verriegelten Toren. Die Verkehrsplaner wiesen den Ausschuss auf solch vermeintliche Kleinigkeiten hin, welche für mehr Verkehr in der Stadt sorgen können.
    Finde den Fehler: Das Tanzhaus-Parkhaus ist zwar gesperrt, allerdings nach wie vor als offen ausgewiesen. Wenige Meter weiter steht der Parkplatzsucher dann vor verriegelten Toren. Die Verkehrsplaner wiesen den Ausschuss auf solch vermeintliche Kleinigkeiten hin, welche für mehr Verkehr in der Stadt sorgen können. Foto: Hilgendorf

    Und täglich grüßt das Murmeltier. So heißt ein Spielfilm, in dem der Hauptdarsteller in einer Zeitschleife gefangen ist und jeden Tag immer wieder erlebt. Nun, so schien sich am Montagabend auch das ein oder andere Mitglied des Bauausschusses im Donauwörther Rathaus vorgekommen zu sein. Denn so ganz unbekannt schienen die Aussagen der von der Stadt beauftragten Verkehrsplaner zum Thema „Parkraumkonzept“ nicht gewesen zu sein. Deren Kernaussage: Parken in der Donauwörther Innenstadt bleibt kurzfristig wohl eine schwierige Angelegenheit, langfristig wäre zwar einiges möglich, aber nur unter der Prämisse, dass ziemlich viel Geld investiert würde und vor allem Airbus bei dem ein oder anderen Projekt mitzöge.

    Sowohl das Große und Ganze als auch die Details zur Parkplatzsituation in Donauwörth sollten von den Planern des Münchner Büros Gevas Ingenieure beleuchtet werden. Daraus soll in den kommenden Monaten ein Gesamtkonzept entwickelt werden, in dem konkrete Empfehlungen gelistet sind. Am Montag gab es einen ersten Vorgeschmack darauf, was die Stadt eigentlich alles leisten müsste, um die angespannte Lage zu entschärfen.

    Welche Mängel rasch behebbar sind

    Man darf im Kleinen beginnen. Planer Christoph Hessel präsentierte gemeinsam mit seinem Kollegen Tobias Kölbl das, was rasch behebbar wäre an Mängeln. Da wäre etwa die Beleuchtung in den städtischen Parkhäusern. An manchen Stellen herrscht eine Helligkeit von 26,5 Lux – der Wert sollte indessen bei 200 liegen. Zudem entspreche die Größe der Stellplätze „nicht mehr den aktuellen Empfehlungen“. Die Radien seien für die mittlerweile im Schnitt recht bulligen Autos schlichtweg zu eng. Daran allerdings wird sich wohl kaum etwas ändern lassen, betrachtet man den ohnehin spärlich bemessenen Parkraum in der Innenstadt.

    Leichter abzustellen wäre die laut Ingenieuren unzureichende Beschilderung der Parkhäuser und Stellflächen, zudem die „fehlende Wegweisung Richtung Innenstadt“. Zudem monierten die Planer, dass die Tarife für die Außenparkplätze in der Reichsstraße zu günstig seien. Dem widersprach unter anderem Stefanie Musaeus (PWG/FW). Aus Münchner Sicht könne das schon so sein, hier gelte es aber im Sinne der hiesigen Geschäftsleute Kundenfreundlichkeit zu zeigen.

    Ingenieure befürworten zwei Parkhäuser an der Industriestraße

    Die großen Projekte waren weiterhin ein Thema. Die Ingenieure befürworten zwei Parkhäuser im Bereich Airbus/Bärensiedlung an der Industriestraße; eines für Airbus-Mitarbeiter und eines für Bahnpendler beziehungsweise in der Innenstadt Tätige. Bis dato spielt der Schwabenhallen-Parkplatz eine tragende Rolle für den Parkverkehr in Donauwörth: Ohne ihn betrüge die Auslastung der Stellplätze in der Stadt 200 Prozent. Auf dem Festplatz betrage der Anteil der Autos von Airbus-Mitarbeitern laut Planern zwei Drittel, also gut 300 Wagen. Momentan liege die Auslastung innerstädtischer Parkflächen insgesamt zwischen 80 und 97 Prozent.

    Ohne die angesprochenen zwei größeren Neubauten, zu denen es wohl ohne eine Beteiligung von Airbus nicht käme, seien bis auf Weiteres nur „punktuelle Verbesserungen“ möglich: etwa die Schaffung neuer Stellplätze an der Sallingerstraße oder an der Bleichwiese.

    Lesen Sie hierzu auch den Kommentar: Nicht die Freiheit des Bürgers vergessen

    Hessel: „Ohne Ausbau gibt es keine Weiterentwicklung“

    Ein Park-and-ride-System sei, wie Ordnungsamtsleiter Konrad Nagl schilderte, derweil kostspielig. Die Stadt müsste hierfür gut sieben weitere Busse stellen, welche die Pendler von Parkflächen außerhalb (die die Stadt momentan nicht hat) in die Stadt befördern. Ein Parkplatz auf dem Sibinger-Gelände auf der anderen Donauseite gegenüber dem Festplatz wurde von einigen Ausschussmitgliedern nachhaltig begrüßt, darunter Franz Ost (CSU) und Manfred Hofer (EBD). Josef Reichensberger (AL/JB) mahnte wiederholt an, die Option eines Spindeltal-Parkhauses ernsthaft zu verfolgen und mit den Grundstücksbesitzern dort ins Gespräch zu kommen. Günter Schwendner (SPD/BfD) pochte darauf, dass sich die Stadt „klare Zeitkorridore“ für die weitere Planung setzen müsse.

    Unterdessen resümierte Planer Christoph Hessel: „Ohne einen Ausbau gibt es keine Weiterentwicklung.“

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