Newsticker

Corona-Ausbruch in Niederbayern: 166 Infizierte in Konservenfabrik von Mamming
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Sanierung des Bahnhof Donauwörth beginnt

Verkehr

04.06.2020

Sanierung des Bahnhof Donauwörth beginnt

Es war viel zu verhandeln, diskutieren und vor allem zu finanzieren: Jetzt wird der Bahnhof Donauwörth wirklich barrierefrei und auch schöner. 43 Millionen Euro kostet das Projekt, das jetzt angelaufen ist.
2 Bilder
Es war viel zu verhandeln, diskutieren und vor allem zu finanzieren: Jetzt wird der Bahnhof Donauwörth wirklich barrierefrei und auch schöner. 43 Millionen Euro kostet das Projekt, das jetzt angelaufen ist.
Bild: Helmut Bissinger

Plus 43 Millionen Euro sind vorgesehen, um den Knotenpunkt in Donauwörth barrierefrei und zukunftsgerecht zu gestalten. Später soll der Durchstich zur Industriestraße erfolgen.

Am Bahnhof in Donauwörth sind die Baumaschinen aufgefahren: Es scheint, als ob die unendliche Geschichte um den Ausbau des Bahnhofs in Donauwörth bald Vergangenheit sein könnte. Der Bund, der Freistaat Bayern und die Bahn investieren in Donauwörth gemeinsam rund 43 Millionen Euro.

Der Anstoß für das Projekt rührt aus dem Jahr 2008, als die Stadt Donauwörth auf vielfachen Wunsch bei der DB-Agentur eine Studie zu diesem Thema in Auftrag gab. Ein wichtiger Impuls, der sich gelohnt hat: Nun scheint die Verwirklichung nämlich endlich im Blick, denn seit Ende April laufen die ersten Arbeiten – und das auf Hochtouren.

So soll es nach dem barrierefreien Ausbau auf den Bahnsteigen des Donauwörther Bahnhofes aussehen. Auch mithilfe neuer Aufzugsanlagen soll Menschen mit Beeinträchtigungen oder Eltern mit Kinderwagen geholfen werden.

Für die rund 10000 Benutzer des Bahnhofs soll Reisen in Zukunft deutlich komfortabler werden. Eigentlich hätte dieses bedeutende Ereignis einen offiziellen Spatenstich mehr als verdient gehabt, doch aufgrund der Corona-Krise musste der angesetzte Termin abgesagt werden. „Vielleicht die Ironie des Schicksals“, meinen langjährige Beobachter des Planungs- und Umsetzungsprozesses.

Sanierung des Bahnhof Donauwörth beginnt

Einer von ihnen ist auch der CSU-Stimmkreisabgeordnete Wolfgang Fackler. Der Bahnhof Donauwörth begleitet ihn seit dem ersten Tag seines Landtagsmandats im Oktober 2013. Und das nicht nur, weil Fackler in den Sitzungswochen täglich mit dem Zug nach München pendelt. „Ich weiß, wie wichtig der Bahnhof für die Zugreisenden ist, die ihn täglich in Donauwörth nutzen.“

Die Pläne zum Ausbau der Bahnstrecke zwischen Augsburg und Donauwörth bleiben unkonkret. 
Bild: Wolfgang Widemann (Symbol)

Voll der Freude ist auch Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange ( CSU). Es sei nach jahrelangem Einsatz gelungen, mit dem Ausbau zu starten. Lange: „Das ist ein großer Erfolg für die Stadt Donauwörth als Verkehrsknotenpunkt und die Bahnreisenden in der ganzen Region.“ Lange hat auch in einem weiteren Schritt die Sanierung des Bahnhofsgebäudes im Auge.

Direkt vor Ort will er demnächst DB-Infrastrukturvorstand und ehemaligen Bundesminister Ronald Pofalla und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die Maßnahme vorstellen. „Ein Projekt, das mir eine Herzensangelegenheit ist“, sagt der Nördlinger.

Im Jahr 2024 soll das Vorhaben abgeschlossen sein. Dann dürfen sich Zugreisende über die erneuerten Bahnsteige einschließlich der Bahnsteigdächer freuen. Zudem gibt es neue Sitzgelegenheiten und Zuganzeiger.

Auch das Bahnhofsgebäude sol saniert werden.
Bild: Barbara Feneberg

Die entscheidende Verbesserung wird dann der barrierefreie Zugang zu allen vier Bahnsteigen sein, was mittels gläserner Aufzüge erreicht wird, die an die neu zu bauende Bahnsteigunterführung angebunden werden. Diese neue Unterführung wird gleichzeitig für die spätere Verlängerung zur Westseite, dem sogenannten Durchstich zum Gewerbegebiet an der Industriestraße, vorbereitet.

Es gibt also viel zu tun, zumal die Arbeiten bei laufendem Betrieb durchgeführt werden. Wie wichtig vor allem dem Freistaat Bayern der barrierefreie Ausbau des Donauwörther Bahnhofs ist, zeigt die finanzielle Beteiligung „mit dem Löwenanteil“, wie es der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann im Januar 2017 ausdrückte. Damals wurde nämlich bekannt, dass Donauwörth als einer von zwölf Bahnhöfen in ganz Bayern in das sogenannte Bayern-Paket II aufgenommen wurde.

Zu diesem Zeitpunkt waren bereits mehr als 75 Prozent Förderung und damit über 20 Millionen Euro durch den Freistaat geplant. „Dieser Anteil hat sich seitdem aufgrund der Kostensteigerungen sogar noch weiter erhöht“, erklärt Abgeordneter Fackler. Mittlerweile hat er seitens des Bayerischen Bauministeriums nämlich die Zusage erhalten, dass die Förderung so hoch ausfällt wie nötig, weil die Mittel des Bundes und der Deutschen Bahn gedeckelt sind, da die aus diesem Topf zur Verfügung stehende Summe für mehrere Bahnhöfe verwendet wird.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren