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Daseinsvorsorge: Welche Kommune aus dem Donau-Ries-Kreis deutschlandweit am besten dasteht

Landkreis Donau-Ries

Viele Orte im Donau-Ries-Kreis schneiden bei Studie schlecht ab: Welche Gemeinden betroffen sind

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    Auch der Zugang zu Ärzten war Bestandteil einer Studie zur Daseinsvorsorge in deutschen Kommunen.
    Auch der Zugang zu Ärzten war Bestandteil einer Studie zur Daseinsvorsorge in deutschen Kommunen. Foto: Armin Weigel, dpa (Symbolbild)

    Der Arztbesuch, die Recherche im Internet oder das Ausgehen mit Freunden und Familie – für die meisten Menschen gehört das zum Alltag. Doch nicht überall ist das gleich gut möglich – das ist im Grunde jedem klar. Ein neues Ranking des Deutschen Instituts für Wirtschaft (IW) möchte nun zeigen, wie die einzelnen Kommunen bei dieser sogenannten Daseinsvorsorge dastehen. Viele Gemeinden im Landkreis Donau-Ries schneiden dabei schlecht ab. Doch es gibt deutliche Kritik an solchen Erhebungen.

    „Das Vorgehen einer solchen Untersuchung greift zu kurz“, sagt Andreas Bruckmeier, Bürgermeister von Forheim im Ries. „Das wird den Realitäten auf dem Land nicht gerecht.“ Die kleine Gemeinde steht in dieser Untersuchung landkreisweit am schwächsten da, liegt insgesamt auf Rang 10.635. Das IW stuft den Ort bei der Daseinsvorsorge als „sehr schlecht“ ein – so wie Maihingen, Munningen, Daiting, Rögling, Wolferstadt, Amerdingen, Fünfstetten, Marxheim, Fremdingen, Tagmersheim, Otting, Huisheim, Wechingen und Holzheim. Darüber hinaus gibt es 14 Kommunen in der Region, deren Daseinsvorsorge als „schlecht“ bewertet wird. Bedeutet: Rund zwei Drittel der Städte und Gemeinden im Landkreis Donau-Ries schneiden schwach ab. Bruckmeier dürfte vielen seiner Bürgermeister-Kollegen aus der Seele sprechen, wenn er sagt: „Das ist städtisches Denken über das Land drübergelegt.“

    Gemeinde Asbach-Bäumeheim liegt bei Daseinsvorsorge ganz vorne

    Das Institut bewertete 17 Bereiche aus allen Lebensbereichen, die Platzierungen von fünf dieser Aspekte sind online abrufbar: Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digital und Freizeit. Kaum verwundern kann es dabei, dass in einer ländlichen Region wie der hiesigen Kommunen bei der Mobilität eher schwach abschneiden; die einzige Gemeinde, die sich hier verhältnismäßig weit vorne eingruppiert, ist Mertingen auf Platz 2805. Erstaunlich erscheint in diesem Zusammenhang, dass Donauwörth trotz eines ICE-Halts deutlich weiter hinten liegt. „Mertingen liegt direkt an einer viel befahrenen Bundesstraße, das kann man mit uns überhaupt nicht vergleichen“, sagt Forheims Bürgermeister Bruckmeier. „Die Bevölkerung beklagt sich nicht über das Thema.“ Sie sei es auf dem Land schlicht nicht anders gewohnt. Wer im Alter nicht mobil sei, sei auch in der Stadt schlecht dran, so Bruckmeier.

    Die Menschen auf dem Land seien zufrieden mit den Gegebenheiten vor Ort, die anders seien als in großen Städten. Er verweist auch auf den Heimat-Check unserer Redaktion vor etwa vier Jahren, bei dem Forheim in Sachen Lebensqualität im Ries ganz vorne stand. Tatsächlich liegt die Gemeinde auch im IW-Ranking bei der Freizeit zumindest im Mittelfeld. In Sachen Digitalisierung werde der Breitbandausbau demnächst abgeschlossen, so Bruckmeier. Und beim Thema Gesundheit, wo Forheim wie viele andere Gemeinden ebenfalls weit hinten landet, weist er darauf hin, dass man auch in Städten wie Donauwörth oder Nördlingen bisweilen einige Kilometer bis zu einem passenden Arzt fahren müsse. „Es ist doch völlig klar, dass eine Gemeinde mit etwa 500 Einwohnern weniger Möglichkeiten als große Städte hat“, sagt Bruckmeier. Tatsächlich fällt auf, dass auch andere ländliche Regionen in Deutschland bei der Untersuchung schwach abschneiden, zum Beispiel Teile Niederbayerns, die Eifel, die Westpfalz sowie große Bereiche in Ostdeutschland.

    Asbach-Bäumenheim erreicht die beste Platzierung

    Und auch in unserer Region sind die Unterschiede zwischen stärker bevölkerten Gegenden und eher dünn besiedelten augenfällig. So sind Donauwörth und Nördlingen relativ weit vorne mit dabei. Die Daseinsvorsorge in Donauwörth wird gar als „sehr gut“ eingeschätzt (Platz 1532), in Nördlingen (Platz 2235) ist sie laut Untersuchung „gut“, ebenso wie in Mertingen, Oettingen, Reimlingen und Rain. Landkreisweit am besten schneidet aber Asbach-Bäumenheim ab (Rang 1472). Vor allem sehr gute Werte in den Bereichen Bildung und Freizeit sind dafür die Grundlage. Und in den kommenden Jahren wird es zumindest bei der schulischen Bildung noch besser, schließlich soll 2029 die neue Grund- und Mittelschule im Ort fertiggestellt sein.

    Die beste Platzierung in einer der Wertungen erreicht übrigens Oettingen, deutschlandweit steht die Stadt im Bereich Gesundheit auf Rang 31. Deutschlandweit am besten schneidet die Gemeinde Haar bei München ab; den letzten Platz belegt die Gemeinde Hirschthal im Landkreis Südwestpfalz (Rheinland-Pfalz), die gerade einmal rund 100 Einwohner aufweist.

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