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Ehrungen und Dank beim Neujahrsempfang 2026 der Stadt Monheim

Monheim

Neujahrsempfang in Monheim: Menschen im Mittelpunkt, die viel geleistet haben

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    Gruppenbild mit Geehrten beim Neujahrsempfang der Stadt Monheim. Vorne Mitte: Bürgermeister Günther Pfefferer, der zahlreiche Ehrenamtliche und Sportler für ihre Leistungen würdigte.
    Gruppenbild mit Geehrten beim Neujahrsempfang der Stadt Monheim. Vorne Mitte: Bürgermeister Günther Pfefferer, der zahlreiche Ehrenamtliche und Sportler für ihre Leistungen würdigte. Foto: Thomas Unflath

    In Monheim ist es seit vielen Jahren gute Tradition, im Januar den Neujahrsempfang als großes gesellschaftliches Stelldichein zu feiern. Auch diesmal standen Bürger im Mittelpunkt, die viel geleistet haben. Neben erfolgreichen Sportlern galt das Rampenlicht in der Stadthalle auch den ehrenamtlich engagierten Teams der Pfarr- und Stadtbücherei sowie der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde.

    Dass die Aufmerksamkeit gegenüber den Geladenen mehr als verdient sei, unterstrich Bürgermeister Günther Pfefferer in seiner Begrüßung: „Wir würdigen heute das Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement und erfolgreiche Sportler.“ So bat er zunächst eine Gruppe, „die in Monheim ganz leise und zugleich äußerst zuverlässig wirkt“, auf die Bühne: Das Team der Pfarr- und Stadtbücherei. Dort gab es 2025 annähernd 17.500 Entleihungen. „Das ist das Ergebnis kontinuierlicher und sorgfältiger Arbeit“, so Pfefferers Dank an Leiterin Mariele Lettenbauer und ihr ehrenamtliches Team. An 147 Öffnungstagen sowie bei Veranstaltungen kamen über 5000 Besucher in die Bücherei. Dort finden auch regelmäßig Aktionen statt. Fazit: „Hier engagieren sich Menschen, die im Hintergrund anpacken, damit im Vordergrund etwas Wertvolles entsteht.“

    Tobias Gröbl: Ein vorbildlicher Botschafter für den Sport

    Ebenfalls geehrt wurde „ein Projekt, das zeigt, wie einfach und gleichzeitig wertvoll Gemeinschaft sein kann“: Das Kirchenkaffee der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde. Einst von Gerlinde Thomas gegründet, bietet der Nachmittag seit Jahren Raum für Begegnung. Vier- bis sechsmal pro Jahr werden Kaffee und Kuchen angeboten. Da evangelische und katholische Gäste gemeinsam am Tisch sitzen, handelt es sich für Pfefferer „um gelebte Ökumene direkt vor Ort“. Dazu gibt es Fachvorträge oder Adventsfeiern. Pfefferer bedankte sich bei Organisatorin Diana Babic, die von Rosi Nigel, Marita Gunzner und Boris Babic unterstützt wird.

    Die sportliche Ehrungsrunde begann der Rathauschef mit einem Athleten, „der in unserer Region längst als Synonym für läuferische Extraklasse gilt“: Tobias Gröbl. Der Itzinger, der für die LG Zusam startet, verbuchte 2025 wieder eine ganze Reihe an Erfolgen: Deutscher Meister in Crosslauf und Marathon in seiner Altersklasse, Bayerischer Meister im Straßenlauf sowie der erneute Gesamtsieg der Jedermannslauf-Serie im Donau-Ries-Kreis. „Die Verbindung aus persönlicher Disziplin und purer Leidenschaft“ mache Gröbl zu einem vorbildlichen Botschafter für den Sport, so Pfefferer.

    Die Waldseebiber verbinden sportlichen Ehrgeiz mit Eigeninitiative

    Auch Sascha Wilhelm habe über die Region hinaus auf sich aufmerksam gemacht. Als Kapitän der Bundesligamannschaft sei er eine tragende Säule des Monheimer Turnens, doch 2025 kamen auch Einzelerfolge dazu: So der bayerische Meistertitel am Barren sowie ein dritter Rang im Mehrkampf. Durch den zweiten Platz bei den deutschen Studentenmeisterschaften qualifizierte sich Wilhelm für die „World University Games“, die Weltspiele der Studenten. Beim Event mit 8500 Athleten in der Region Rhein-Ruhr vertrat er die deutschen Farben an Seitpferd, Ringen und Barren. „Das Ergebnis jahrelangen, konsequenten Trainings“.

    Der Eissport- und Rollschuh-Club (ERC) „Waldseebiber“ Monheim ist laut Pfefferer ein Verein, „der sportlichen Ehrgeiz mit einem enormen Maß an Eigeninitiative verbindet“. Das Eishockey-Team konnte sich im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion den Meistertitel im Schwabencup und den damit verbundenen Aufstieg sichern. Trotz regelmäßiger weiter Fahrten zu Trainings und Spielen in den Augsburger Raum seien die Aktiven begeistert dabei. Seit Gründung 2010 sind die „Waldseebiber“ auf über 100 Mitglieder angewachsen und stehen für gezielte Nachwuchsarbeit.

    Einen souveränen Durchmarsch legten 2025 die Turner der zweiten Mannschaft des TSV Monheim hin. Als Neuling sicherte sich das Team in der Landesliga II dort direkt den nächsten Aufstieg. Der Bürgermeister würdigte das Kernteam um die Sechskämpfer Kapitän Felix Rösch, Adrian Gross, Philipp Dörner und Diego Lo Guasto. Dazu kommen die Gerätespezialisten Raphael Pfister, Georg Kirner und Fynn Grof. Das Team überzeugte auch abseits der Matte, wie Pfefferer erläuterte: Als im Seniorenheim der Aufzug ausfiel, war ein Teil der Mannschaft sofort zur Stelle, um das Essen für die Bewohner in den dritten Stock zu tragen.

    Die Schützengesellschaft verfügt über hochmoderne Schießstände

    Die Schützengesellschaft 1858 Monheim ist laut Pfefferer ein Verein, „der Tradition und modernste Technik auf beeindruckende Weise verbindet“. 2025 Jahr gelang der Aufstieg in die Schwabenliga. „Ein Ergebnis von Präzision, Nervenstärke und hervorragender Infrastruktur.“ Die Schützengesellschaft zählt heute über 200 Mitglieder und verfügt über hochmoderne Schießstände. Großes Augenmerk liegt dabei auch auf der Nachwuchsarbeit. In diesem Zusammenhang gratulierte Pfefferer auch dem neuen Stadtmeister Matthias Gnugesser der Monheimer Schützen. Er setzte sich bei der 44. Auflage des Turniers in Kölburg mit einem bemerkenswerten 6,9-Teiler durch.

    Stellvertretend für all diejenigen, die als Vorstandsmitglieder oder Trainerinnen und Trainer hinter den Erfolgen ihrer Schützlinge stehen, wurden fünf Vereine im Rahmen des Neujahrsempfangs besonders geehrt (eigener Bericht folgt).

    In seinem Grußwort zeigte Landrat Stefan Rößle mehrere Gründe auf, warum das Jahr 2026 besser verlaufen sollte, als viele befürchten. Diesen Optimismus wollte er auf die Anwesenden in der Stadthalle übertragen. Da Gastgeber Pfefferer beim Neujahrsempfang Geburtstag hatte, überreichte Rößle ihm ein Präsent, bevor die Gäste ein Ständchen anstimmten. Den musikalischen Rahmen des Abends gestaltete die Formation „musiMacherei“ der Stadtkapelle Monheim.

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