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Feuerwehrjubiläum Gansheim: Herrmann fordert mehr Katastrophenschutz

Gansheim

Feuerwehrjubiläum Gansheim: Innenminister Herrmann würdigt Einsatz und fordert neue Schutzmaßnahmen

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    Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann wird als Ehrengast von Festdamen der Feuerwehr ins Festzelt geleitet.
    Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann wird als Ehrengast von Festdamen der Feuerwehr ins Festzelt geleitet. Foto: Simon Bauer

    Hoher Besuch in Gansheim: Zum Abschluss des 150. Feuerwehrjubiläums im Marxheimer Ortsteil war auf Einladung des CSU-Landtagsabgeordneten Wolfgang Fackler mit Joachim Herrmann der dienstälteste Innenminister Deutschlands zum politischen Abend ins Festzelt gekommen. Die Themen seiner gut 25-minütigen Rede ergaben sich seiner Zuständigkeit innerhalb der Staatsregierung von selbst: Innere Sicherheit, Ehrenamt sowie Zivil- und Katastrophenschutz.

    Den Muttertag nahm der Gast gleich zu Beginn zum Anlass, vehement die CSU-Idee der Mütterrente zu verteidigen, die ab 1. Januar 2027 gelten soll. Außerdem sprach er sich gegen die Abschaffung des Ehegattensplittings im Steuerrecht aus.

    Zudem erwähnte Herrmann eine Umfrage, wonach 79 Prozent der Befragten in Bayern mit Sicherheit und Ordnung im Freistaat zufrieden sind. Dies sei das Ergebnis einer großartigen Arbeit vieler Menschen, die sie für die Sicherheit ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger leisteten, so der Minister. Die Statistik belege zudem immer wieder, dass der Freistaat vor diesem Hintergrund das sicherste aller Bundesländer sei. Dies komme nicht zuletzt in der Zahl der Straftaten zum Ausdruck: Bayern komme auf 4000 pro 100.000 Einwohner bei einem bundesweiten Durchschnitt von 6300. Zum Vergleich: In Berlin liege die Zahl bei 13.200. Der Landkreis Donau-Ries zähle 2300. „Deswegen gebührt unserer bayerischen Polizei ein ganz besonderes Dankeschön für ihre großartige Arbeit“.

    Bayern sichert Feuerwehren weiterhin finanzielle Unterstützung zu

    Diese Anerkennung gelte gleichermaßen für die Feuerwehren. In ganz Deutschland gebe es in nahezu jedem Ort eine Freiwillige Feuerwehr. Eine solche Struktur gebe es nur noch in Österreich und Südtirol. „Dies trägt zur Sicherheit der Menschen bei und macht unser Leben insgesamt besserer“. Tag und Nacht könne man sich auf die Frauen und Männer verlassen, die alles stehen und liegen lassen würden, sollte etwas passieren. In diesem Zusammenhang dankte der Innenminister auch den Kommunen und Landkreisen für die notwendigen Mittel für die erforderliche technische Ausrüstungen der Wehren oder den Bau von Feuerwehrhäusern. Bayern leiste die entsprechenden Zuschüsse und werde dies auch in Zukunft tun.

    Noch besser einstellen müsse man sich auf außergewöhnliche Ereignisse, die über den normalen Einsatz hinausgingen, sagte Herrmann weiter und verwies auf die Hochwasserkatastrophe in Schwaben 2024. „Es ist nicht auszuschließen, dass so etwas immer wieder passiert. Deswegen gilt es, noch mehr Mittel in den Katastrophenschutz zu stecken und die Wehrmänner- und frauen in den staatlichen Feuerwehrschulen dahingehend noch besser auszubilden“. Gleichermaßen sollte auch die Zivilverteidigung ausgebaut werden, worauf ihn auch der neue Donau-Rieser Landrat Michael Dinkelmeier hingewiesen habe. Dieses Thema sollte jetzt angepackt werden.

    Herrmann zeigt Dankbarkeit gegenüber den Feuerwehren

    Mit seinem Besuch in Gansheim wolle er als Innenminister seine große Dankbarkeit gegenüber den vielen ehrenamtlichen Kräften in den Feuerwehren, beim THW oder beim Roten-Kreuz zum Ausdruck bringen. Sie alle seien mit ihrer Einsatzbereitschaft ein Vorbild für die gesamte Gesellschaft.

    Zuvor hatte Wolfgang Fackler den Dreiklang Heimat-Tradition-Ehrenamt hervorgehoben, der die ländlichen Regionen stark mache. Der Besuch von Minister Herrmann sei ein Beweis dafür, dass ihm die freiwilligen Feuerwehren etwas wert seien, meinte Fackler. 

    Bürgermeister Alois Schiegg, der Schirmherr des Jubiläumsfestes war, bat den Gast am Schluss schließlich noch, sich ins Goldene Buch von Marxheim einzutragen. Von den Verantwortlichen der Feuerwehr erhielt der Mittelfranke Herrmann als Erinnerungsgeschenk einen eigens angefertigten mittelfränkischen Jura-Kalkstein aus mit Gravur aus Solnhofen.

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