Es ist der Traum eines jeden Hobbygärtners: Kräuter und Gemüse aus dem eigenen Garten zu ernten. Bis es so weit ist, dauert es noch ein bisschen, aber jetzt ist langsam die Zeit die ersten Pflanzen in die Beete zu setzen, um später von einer reichen Ernte zu profitieren. Viele haben einer Kräuterschnecke oder Platz für die grünen Würzmittel im Hochbeet gemacht. „Kräuter können jetzt problemlos gepflanzt werden, außer Basilikum“, rät Sophia Och, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Donau-Ries.
Basilikum Genoveser erst im Sommer pflanzen, denn dieser mag es warm. „Es gibt zwar andere Arten, aber es gibt definitiv kein winterhartes Basilikum“, weiß Och. Neben Basilikum sind auch Gurke und Süßkartoffel sehr frostempfindlich. „Das geht schon bei 5 Grad plus los, dass die Pflanzen Schaden nehmen“, so die Expertin. Also lieber warten, bis es wärmer wird.
Im Hochbeet sind Gartenkräuter problemlos
Grundsätzlich können die Kräuter in zwei Kategorien unterteilt werden. In Mittelmeerkräuter wie Rosmarin, Thymian oder Salbei und in Gartenkräuter wie Schnittlauch oder Petersilie. Mittelmeerkräuter mögen es warm und sind mit einem durchlässigen Boden zufrieden. Gartenkräuter können problemlos ins Hochbeet mit einem nährstoffreicheren, festeren Boden gesetzt werden.
Besonders beliebt sind natürlich Tomaten aus dem heimischen Garten und viele ziehen diese bereits seit Wochen auf den Fensterbänken dieser Region vor. „Mit dem Pflanzen würde ich aber bis zu den Eisheiligen warten, dann ist man auf der sicheren Seite“, erklärt Och, die noch einen Tipp parat hat. Im vergangenen Jahr hatten viele Tomaten in unserer Region Probleme mit Sonnenbrand. Deshalb rät die Expertin. „Immer bei bedecktem Wetter pflanzen und die Tomaten ein bis zwei Wochen vor der Pflanzung langsam abhärten und an die Sonne gewöhnen.“ Bei starker Sonne können die Tomatenpflanzen auch mit Fließ abgedeckt werden. Grundsätzlich gilt: Nicht von einem Extrem, in das andere setzen.
So gießen Sie Ihre Pflanzen richtig
Für Salatpflanzen sieht es schon anders aus. „Salat ist unempfindlicher als man denkt. den kann man problemlos jetzt aussetzen.“ Ein weiterer Vorteil neben vitaminreichen Essen aus dem eigenen Garten. „Man kann sich im Gemüsebeet jetzt eine Lücke für später freiernten“, erklärt Och.
Auch für Rucola, Radieschen und Rettich sei jetzt ein guter Zeitpunkt zur Pflanzung. Kürbis, Zucchini und Gurke kann man problemlos im Haus vorziehen. Wer Zwiebeln stecken oder Kartoffeln legen will, könne dies auch problemlos Ende April/Anfang Mai tun. Für eine reiche Ernte, benötigt man natürlich einen guten Boden. „Vor dem Pflanzen müssen natürlich immer die Beete vorbereitet werden“, sagt Och. Wer will kann dafür Bodenproben nehmen. Aber harken, Boden auflockern, Hochbeete auffüllen und Kompost für eine gute Nährstoffversorgung einarbeiten ist ein Muss. „Ein Liter Kompost pro Quadratmeter“, nennt die Kreisfachberaterin als Faustregel.
Zur Gemüsebeetpflege gehört auch das richtige Gießverhalten. „Gießen Sie lieber in der Früh, einmal kräftig, aber so dass der Boden das Wasser aufnimmt und es nicht sofort wieder abfließt.“ Einfache Merkregel: „Gemüsepflanzen sollten nicht nass in die Nacht gehen“, weiß Och. Natürlich hängt die Wassermenge auch ein bisschen vom Boden ab. Erde mit hohem Humusgehalt speichert das Wasser besser als ein sandiger Boden. Am Ende der Erntesaison zeigen einem die Pflanzen allerdings, wie das Gießverhalten war. „Beim rausziehen erkennt man das ganz gut an der Wurzel. Ist diese flach, musste sich das die Pflanze das Wasser oben holen“, so Och. Ziel sei es immer eine tiefe Wurzel zu haben.
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