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Gemeinderat Bäumenheim startet harmonisch mit Mittler und neuer Geschäftsordnung

Bäumenheim

Frischer Wind in Bäumenheim – Konstruktiver Auftakt für den Gemeinderat unter Bürgermeister Mittler

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    Manfred Seel, dienst- und lebensältestes Gemeinderatsmitglied vereidigt den neuen Bäumenheimer Bürgermeister Florian Mittler.
    Manfred Seel, dienst- und lebensältestes Gemeinderatsmitglied vereidigt den neuen Bäumenheimer Bürgermeister Florian Mittler. Foto: Wolfgang Römer

    In harmonischer Atmosphäre verlief die konstituierende Sitzung des neuen Bäumenheimer Gemeinderats. Nicht nur die Vereidigung von Bürgermeister Florian Mittler (PWG) und der neuen Ratsmitglieder ging reibungslos über die Bühne, einstimmig wurden auch der Zweite und Dritte Bürgermeister gewählt: Andreas Mayer (CSU) bleibt erster Stellvertreter, Nachfolger von Roland Neubauer (PWG) wurde Peter Naumann (SPD).

    Manfred Seel (BSW), der als lebens- und dienstältestes Gemeinderatsmitglied die erste Sitzung der neuen Legislaturperiode eröffnete, brachte es auf den Punkt: „Was wir heute tun, ist kein Routinepunkt auf einer Tagesordnung. Es ist ein Akt der Demokratie, ein feierlicher Moment unseres Gemeinwesens!“ Seel zeigte sich persönlich berührt, die Rolle einnehmen zu können, die sein Vater 1978 inne hatte, als er Bürgermeister Hans Eichhorn vereidigte. Vielleicht sei das ja ein gutes Omen: Eichhorn blieb 24 Jahre im Amt.

    Ein starkes Signal wartet nun auf seine Umsetzung

    Bürgermeister zu sein, sei ein Auftrag, so Seel: nämlich für die Bürger da zu sein, Klarheit, Ehrlichkeit und Bürgernähe zu zeigen. Florian Mittlers Wahlkampfaussagen, den Gemeinderat stärker einzubinden und die Bürger mitzunehmen, bezeichnete er als starkes Signal, das es nun auch umzusetzen gelte.

    Sichtlich bewegt versprach Mittler, sich um ein konstruktives, faires Miteinander zu bemühen. Dankesworten an seinen Vorgänger Martin Paninka und an die ausgeschiedenen Gemeinderäte (eine gesonderte Verabschiedung erfolgt noch) ließ das neue Gemeindeoberhaupt einen Blick auf die wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahre folgen: Das Großprojekt rund um Neubau von Schule und Bad sei eine Investition in mehr Lebensqualität und in Bildung. Weit oben auf der Agenda müsse auch ein bedarfsorientiertes Betreuungsangebot in den Kindergärten stehen. Das alles gehe nur mit einer stabilen Wirtschaft, deren Partner die Gemeinde sein müsse.

    Im Vorfeld hatten konstruktive Gespräche stattgefunden

    Zudem sagte Mittler den Themen Hochwasserschutz und subjektives Sicherheitsgefühl der Bürger besondere Aufmerksamkeit zu. Der noch vom alten Gemeinderat beschlossene Haushalt 2026 bilde ein gutes Fundament.

    Nach der Vereidigung der neuen Gemeinderäte Johannes Mayer, Manuel Uhl (beide CSU), Bianca Uhl, Simon Lechner (beide PWG) und Frederik Hintermayr (SPD) (der dritte neue CSU-Vertreter Benedikt Gerstner fehlte entschuldigt) stand mit der Wahl der beiden Bürgermeister-Stellvertreter ein potenziell konfliktträchtiger Tagesordnungspunkt an. Doch hier zeigte sich, dass im Vorfeld konstruktive Gespräche stattgefunden hatten: Andreas Mayer (CSU) wurde einstimmig als Zweiter Bürgermeister bestätigt, Peter Naumann (SPD) ohne Gegenstimme als neuer Dritter Bürgermeister gewählt.

    Die Vereidigung der neuen Gemeinderäte in Bäumenheim (von links): Manuel Uhl, Bianca Uhl, Simon Lechner, Frederik Hintermayr und Johannes Mayer. Es fehlt das entschuldigte neue Gemeinderats-Mitglied Benedikt Gerstner.
    Die Vereidigung der neuen Gemeinderäte in Bäumenheim (von links): Manuel Uhl, Bianca Uhl, Simon Lechner, Frederik Hintermayr und Johannes Mayer. Es fehlt das entschuldigte neue Gemeinderats-Mitglied Benedikt Gerstner. Foto: Wolfgang Römer

    Das Bemühen, möglichst alle politischen Strömungen in die Verantwortung einzubinden, wurde auch bei der Festlegung eines weiteren Stellvertreters deutlich: Die in den letzten sechs Jahren geltende Regelung, dass bei Verhinderung aller drei Bürgermeister das Gemeinderatsmitglied mit den meisten Stimmen die Vertretung übernimmt, wurde zugunsten der zuvor gültigen Bestimmung geändert. Und die die sieht das dienstälteste Mitglied vor: BSW-Vertreter Manfred Seel.

    Der Bürgermeister nimmt für sich weniger Geld in Anspruch

    Auch das Versprechen, den gesamten Gemeinderat stärker in Entscheidungen einzubeziehen, setzte Mittler gleich mit Änderungen in der Geschäftsordnung um: Bauleitplanung, städtebauliche Verträge, Erschließungsverträge, Umlegungs- und Grenzlegungsverfahren und Vorkaufsrechte werden künftig nicht mehr in Ausschüssen, sondern im Plenum beraten.

    Ein Zeichen setzte der neue Bürgermeister auch bei Dienstaufwandsentschädigung und Reisekosten: Er nimmt jeweils nur die Hälfte des möglichen Betrags in Anspruch, einmal 439 Euro und zum anderen 162,50 Euro monatlich.

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