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Grundstücke, Häuser und Co: So viel kosten Immobilien in den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen

Landkreis Donau-Ries

Grundstücke, Häuser und Co: Das kosten Immobilien in den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen

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    Es wird wieder gebaut in Nordschwaben, wie hier in Donauwörth. Doch die Kosten sind gestiegen.
    Es wird wieder gebaut in Nordschwaben, wie hier in Donauwörth. Doch die Kosten sind gestiegen. Foto: Thomas Hilgendorf

    Betongold, dieser Ausdruck trifft es wohl: Trotz eklatant gestiegener Baukosten ist die Nachfrage nach Immobilien in den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen ungebrochen. Eine Analyse der Sparkasse Nordschwaben und der LBS Süd belegt, dass die Menschen wieder verstärkt in Immobilien investieren, obgleich die Bedingungen um einiges schwieriger geworden sind als zu Zeiten der Niedrigzinsen. Dennoch betonen die Immobilienexperten der Bank, dass der Traum vom Eigenheim keine Utopie sein muss. Die Preise für Immobilien sind in Nordschwaben allerdings zuletzt wieder gestiegen.

    Die Weltwirtschaft, globale Krisen und Entwicklungen haben direkten Einfluss auf den Immobilienbereich. Die ökonomischen Folgen des Iran-Krieges könnten nun „zu einem Dämpfer in der Markt-Erholung führen“, erklären die Vertreter der Sparkasse Nordschwaben und der LBS Süd im Gespräch mit der Redaktion. Die Sperrung der Straße von Hormus treibe die Energiepreise weiter merklich nach oben, was zu einer Verteuerung der Baukosten führe. Derweil hat sich das Zinsniveau bei gut 3,9 Prozent stabilisiert - von eklatanten Sprüngen gehen die Experten um Michael Scholz, Vorstandsmitglied der Sparkasse Nordschwaben, derzeit nicht aus - eher von einer „Seitwärtsbewegung“, also einem Einpendeln auf jenem Niveau von rund vier Prozent. Zum Vergleich: In Niedrigzinszeiten vor etwa zehn Jahren lag der Satz bei 1,2 bis 1,8 Prozent. Diese Werte seien jedoch auf absehbare Zeit nicht mehr zu erwarten, so Gerhard Grebler von der LBS Süd. Man befinde sich aktuell auf „einem stabilen Niveau“, fasst Grebler die Lage bei den Bauzinsen zusammen.

    Die Immobilienpreise variieren bisweilen stark in Nordschwaben

    Die Immobilienpreise in den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen sind indes schier deckungsgleich: Nach dem Marktspiegel der Sparkassen-Finanzgruppe werden werden „gebrauchte“ freistehende Häuser in Nordschwaben für 200.000 bis 900.000 Euro angeboten, gebrauchte Doppelhaushälften und Reihenhäuser für 200.000 bis 600.000 Euro und Eigentumswohnungen für 1800 bis 4500 Euro pro Quadratmeter. Baugrundstücke kosten zwischen 100 und 600 Euro pro Quadratmeter. Neue Doppelhaushälften und Reihenhäuser sind für 540.000 bis 700.000 Euro zu haben und neue Eigentumswohnungen für 4400 bis 5900 Euro pro Quadratmeter.

    Ausschlaggebend ist fast immer die Lage der Immobilie. Bei den Bestandsimmobilien kostet ein freistehendes Haus im Norden des Altlandkreises Donauwörth im Mittel 300.000 Euro, in Dillingen und im Ries mit 280.000 Euro im Schnitt fast ebenso viel. In Donauwörth sowie im Landkreis-Süden liegt der häufigste Wert für Einfamilienhaus-Bestandsimmobilien dagegen bei 500.000 Euro, in und um Rain bei 450.000 Euro. Doppelhaushälften und Reihenhäuser sind in sämtlichen Gebieten nur um etwa 10 bis 20 Prozent günstiger.

    550.000 bis 590.000 Euro für ein neues Reihenhaus in Nordschwaben

    Die Grundstückspreise in den Kreisen Donau-Ries und Dillingen variieren derweil: Am günstigsten ist der Quadratmeterpreis im Norden des Altlandkreises Donauwörth mit Preisen zwischen 100 und 200 Euro (häufigster Wert: 140 Euro). In Dillingen (Stadt und Kreis) liegt der Quadratmeterpreis zwischen 225 und 400 Euro, im Ries zwischen 210 und 360 Euro, wobei Nördlingen mit Preisen von bis zu 600 Euro in der Altstadt eine Ausnahme bilde. Enorme Schwankungen, je nach Lage, sind im südlichen Kreis Donau-Ries mit Donauwörth zu verzeichnen: Hier variieren die Quadratmeterpreise zwischen 100 und 600 Euro - im größten aktuellen Baugebiet des Donau-Ries-Kreises in der Donauwörther Parkstadt sind 380 Euro pro Quadratmeter zu zahlen; in und um Rain liegt der Preis zwischen 180 und 320 Euro. Bei den Kosten für neue Doppelhaushälften und Reihenhäusern liegt der Preis in sämtlichen Gebieten in Nordschwaben im Mittel bei rund 550.000 Euro; Rain liegt hier mit 590.000 Euro im Schnitt vorne.

    Der Bedarf an Wohnraum wird derweil weiter steigen in den beiden nordschwäbischen Landkreisen: Laut Prognose des Landesamts für Statistik wird die Bevölkerungszahl 2044 im Kreis Dillingen bei mehr als 105.000 liegen. Das entspricht einem Wachstum von gut sechs Prozent. Im Landkreis Donau-Ries wird die Bevölkerung im selben Zeitraum auf rund 138.000 Menschen und damit um gut zwei Prozent anwachsen. Doch während der Bedarf an Wohnraum hoch bleibt, ist die Zahl der Neubauten weiter gering. Im vergangenen Jahr sind im Freistaat etwa 46.000 Wohneinheiten fertiggestellt worden, was einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von gut 16 Prozent entspricht. Der Bedarf liegt derweil bei 70.000 zu bauenden Wohneinheiten pro Jahr in Bayern.

    Scholz und Grebler betonen, dass Immobilienfragen immer individuell in Beratungsgesprächen zu klären seien. Vor allem Bausparverträge seien lukrativ, „die Kunden profitieren von fixen Darlehenszinsen, die deutlich unterhalb des erhöhten Marktniveaus liegen“, wie Grebler sagt.

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